H1: Unerwartet, aber hochverdient
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- Veröffentlicht am Montag, 26. März 2012 16:48
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
SG OBZ Herren 1 - VTZ Saarpfalz 31:29 (16:11)

Wer hätte das nach den letzten beiden Spielen gedacht! Die Oberligamannschaft der Männer der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam gewann vor 230 Zuschauern in Bellheim hochverdient gegen den bis dato Mitaufstiegsaspiranten und Tabellendritten VTZ Saarpfalz.

Dass in dieser Saison jeder jeden schlagen kann, war bereits nach dem bisherigen Saisonverlauf vielen klar. Dass aber die Männer der OBZ in dieser prekären Situation dies in zwei wichtige Punkte umsetzen konnten, schien nach den letzten Spielen mehr als fraglich. Doch offensichtlich beherzigten die Blau-weiß-Gestreiften die Devise von SG-Trainer Steffen Drausnigg „Punkten, egal wie!“
Zu Beginn der Partie erspielte sich keine der beiden Mannschaften Vorteile. Nach anfänglichem Rückstand und dem ersten Ausgleich zum 3:3 (Bogusch, 6.) stellten sich die SG-Männer auf das starke VTZ-Rückraumduo Jan Braunhardt und Philip Wiese immer besser ein. Auch trug SG-Torhüter Ilan Eigenmann wieder einmal einen gehörigen Anteil am Sieg, da er in wichtigen Phasen schwierige Bälle parieren konnte (22 gehaltene Bälle). Damit hielt er seine Mannschaft auch mental auf der Höhe, die es ihm durch gut durchdachte Angriffe dankte (9:8; Bouche, 16.). Nach der letzten Angriffs-Schelte bezüglich der mangelnden Oberligatauglichkeit zeigte die OBZ ein stark verbesserstes Angriffsverhalten. Genau dies war in der vorangegangenen Trainingswoche Schwerpunkt. Insbesondere in der ersten Halbzeit verstand es die abstiegsbedrohte Spielgemeinschaft, die Spielzüge konzentriert und erfolgreich abzuschließen. Vier Treffer in Folge markierten die zwischenzeitliche14:10-Führung (Seifried, 24.). Für Abwehrorganisator Michael Brand war zu diesem Zeitpunkt das Spiel bereits beendet, da er in der 19. Minute (11:9) die Rote Karte wegen einem unglücklichem Gesichtstreffer sah. Dennoch brachte dies die Abwehr nicht zum wanken. Immer wieder scheiterte Zweibrücken am überragenden Mittelblock um Christian Krüger oder aber an Torhüter Ilan Eigenmann. Die abgefangenen Bälle wurden in schnelle Gegenstöße umgesetzt und sicher verwandelt (Bogusch, Seifried, 30.). Mit einem 16:11 im Rücken wurden anschließend die Seiten gewechselt.
Zu Beginn der zweiten Hälfte machte die SG dort weiter, wo sie die erste Spielhälfte beendete. Durch zwei schnelle Tore erhöhten Tim Seifried und Thorsten Morio auf 18:11 (33.). Noch bis zur 36. Minute hielt dieser 7-Tore-Vorsprung (20:13, Bogusch). Doch danach musste die SG diesem Tempo und der Kraftanstrengung in der Abwehr Tribut zollen. Zweibrücken, dessen Rückraumschützen nie vollständig aus dem Spiel genommen werden konnten, fand langsam wieder ins Spiel zurück. Besonders Torben Rixecker überzeugte durch kluge Anspiele, in dem er wegen seiner Torgefährlichkeit Raum für seine Mitspieler schaffte. Doch an diesem Tag kämpfte die SG „bis zum Umfallen“. Selbst nachdem die VTZ auf drei Tore verkürzte (25:22, 53.), hatte die SG immer wieder die passende Antwort parat und hielt diesen Vorsprung. Thorsten Morio erzielte schließlich das vielumjubelte 29:25 (54.), war es doch die Vorentscheidung in diesem Spiel. An diesem Tag hatten die Zuschauer nicht das Gefühl, als würde die SG OBZ diese Partie noch verlieren. Zu motiviert und einsatzbereit waren Drausniggs Männer. Die oft gescholtene Einstellung zum Spiel war so stark präsent und zu spüren, dem hatte die VTZ Saarpfalz nicht mehr viel entgegenzusetzen.
SG-Spielleiter Gerhard Scheurer: „Gestützt auf eine sehr gute Abwehr und eine bis zur 48.Minute konzentrierte Angriffsleistung kam der überraschende, aber nicht unverdiente Sieg zu Stande.“ Mit 21:29 liegt die Spielgemeinschaft auf Tabellenplatz 11 und fährt am 14.April nach Saulheim.
SG-Torschützen:
Sefrin P. (6/2), Seifried T. (4), Steck D. (4), Bogusch M. (4), Labroue M. (4/1), Seiberth M. (3), Bouche K. (2), Morio Th. (2), Mohra Seb. (1), Brand M. (1)
Das Spiel aus Sicht des Gegners (Quelle: VTZ Homepage):
Nicht nur der Virus, auch der Wurm drin
Handball: Oberliga-Herren der VTZ Saarpfalz unterliegen beim unbequemen Aufsteiger SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam mit 29:31
Was war das gestern für ein bitterer Abend für die VTZ Saarpfalz beim Oberliga-Gastspiel im südpfälzischen Bellheim: Beim Aufsteiger SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam mussten die Südwestpfälzer die letzten leisen Meisterschaftsambitionen in der Handball-Oberliga begraben. Es setzte eine 29:31 (11:16)-Niederlage.
VTZ-Trainer Andreas Grub wollte das Versagen seiner Mannschaft nur teilweise erklären: „Wir haben eine miserable Trainingswoche gehabt, konnten am Donnerstag nicht trainieren, weil wir einen Virus in der Mannschaft hatten.” Unerklärlich war für ihn dennoch, dass seine Mannschaft keine Einstellung zum Spiel gefunden hatte. Er wollte den gesundheitlich angeschlagenen Spielern keine Vorwürfe machen, merkte aber an, dass seine Mannschaft in der Offensive „gar nichts auf die Reihe bekommen” hat und in der Abwehr nur phasenweise ordentlich verteidigt hat.
Das Spiel begann mit zehn Minuten Verspätung, und zunächst lief alles, wie von den Zweibrückern erhofft: Die Gastgeber vertändelten den Ball, Thorsten Bas nutzte den Konter zur VTZ-Führung. Als die Ottersheimer Truppe den 3:5-Rückstand egalisierte, wachte das Publikum auf. Nach dem 7:5 kam Grubs Mannschaft binnen einer Minute zwar wieder zum Ausgleich, konnte aber nie mehr in Führung gehen. Immer wieder scheiterten die VTZ-Angreifer am ausgezeichnet aufgelegten SG-Torwart Ilan Eigenmann, der Garant für die 16:11-Pausenführung war, obwohl sein Team schon früh (20.) Abwehrchef und Kreisspieler Michael Brand durch eine Rote Karte verlor. Von dieser harten Entscheidung ließen sich die Gastgeber aber eher anstacheln, denn beeindrucken.
Drei Minuten später dann hatte Jan Braunhardt Glück, dass er nur zwei Minuten des Feldes verwiesen wurde, als er den Bellheimer Spielmacher Tim Seifried Rot-würdig niederstreckte. Die Saarpfälzer leisteten sich in dem schnellen Spiel viele Fehlpässe, was die Gastgeber in Hälfte eins immer wieder zu Kontern einlud.
Nach der Pause zog die SG sogar auf sieben Tore davon (20:13, 37.), doch wieder antwortete die VTZ schnell und verkürzte nur drei Minuten später durch Torben Rixecker auf 16:20. Doch die SG, die nun zuhause mit Ausnahme des SV 64 Zweibrücken alle Top-Vier-Mannschaften besiegt hat, knickte nicht ein. Der Vorsprung wackelte allerdings, weil man versuchte, die Angriffe länger auszuspielen. Doch meist standen sich die VTZ-Spieler im entscheidenden Moment selbst im Weg - wie bei einem Rückpass aus dem Positionsspiel von der rechten Seite, der bei SG-Spieler Dennis Steck landete. Den Konter verwandelte Marc Seiberth sicher zum 23:17.
Am Ende kam zwar nochmal Spannung auf, die Gäste-Niederlage war aber nicht mehr abzuwenden. „Die Abwehr war heute über fast die gesamte Spielzeit schlecht, die Chancenverwertung war auch mangelhaft. Die Heimmannschaft war hoch motiviert und hat verdient gewonnen. Die Zuschauer haben die sicher beflügelt, aber das war nicht entscheidend. Es wäre für uns vermessen, an die Meisterschaft zu denken”, sagte Kai Schumann nach der Partie, während sich die Gastgeber feiern ließen und dem Klassenerhalt ein gutes Stück näher gekommen sind.
So spielten sie
SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam: Eigenmann, Maiß (n.e.) - Bogusch 4, Seifried 4, Sefrin 6/2 - Labroue 4/1, Seiberth 3 - Brand 1 - Krüger, Steck 4, Bouché 2, Mohra 1, Morio 2
VTZ Saarpfalz: Heinrich, Dreßler (ab 24.) - Leffer 3, Schumann 4/3, Wiese 4 - Bas 6/2, Trifanovs 3 - Biehl - Birk, Braunhardt 4, Rauch, Rixecker 5, Galla
Spielfilm: 1:2 (5.), 3:5 (9.), 7:7 (13.), 14:10 (24.), 16:11 (30.), 20:13 (37.), 24:20 (51.), 27:24 (55.), 31:29 (60.) - Strafminuten: 4:8 - Rote Karte: Brand (20., Foulspiel) - Siebenmeter: 3/3 - 6/4 - Beste Spieler: Eigenmann, Seifried, Bogusch - Bas, Rixecker - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Jarke/Senk (Wiesloch/Ludwigshafen). (mame)
H1: Drausnigg: Punkten, egal wie
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- Veröffentlicht am Samstag, 24. März 2012 12:45
- Geschrieben von Super User
Morgen kommt VTZ

Seit vier Spielen wartet die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam auf einen Sieg. Am Sonntag um 18 Uhr gastiert der Tabellendritte VTZ Saapfalz beim abstiegsbedrohten Aufsteiger in der Bellheimer Spiegelbachhalle.
„Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen. Wir müssen schauen, dass wir aus den nächsten drei Spielen drei bis vier Punkte holen, egal wie und gegen wen”, sagt der scheidende SG-Trainer Steffen Drausnigg.
Zufrieden war er zuletzt mit seiner Defensive. Aber der Offensive fehle die Durchschlagskraft. Der Rückraum strahle zu wenig Gefahr aus und zu viele Bälle gingen durch technische Fehler verloren. Hier hat Drausnigg zuletzt im Training den Hebel angesetzt. Er fordert mehr Tempo bei den Auslösehandlungen im Rückraum und hatte verstärkt Wurftraining auf den Übungsplan geschrieben. Eine gute Trefferquote wird nötig sein, um gegen die VTZ zu bestehen, hat diese doch, so Drausnigg, „absolut die besten Einzelspieler”.

Weil die VTZ trotz eines Fünf-Punkte-Rückstands auf Spitzenreiter SV 64 Zweibrücken die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben hat, spricht der SG-Trainer von einer „ganz, ganz schweren Aufgabe”. Nicht mithelfen kann Philipp Mohra, da er studienbedingt abwesend ist. Somit ist der Rückraum wieder nicht komplett. Drausnigg setzt darauf, dass sich seine Mannschaft schon deshalb zusammenraufen wird, weil sie im Hinspiel mit 23:40 unterging und einiges gutzumachen hat. Dass seine Mannschaft der Strapazen der für sie ungewohnt langen Runde überdrüssig ist, streitet der Trainer ab: „Hier will keiner in der kommenden Saison Pfalzliga spielen. Wir sind konditionell fit, und wenn das so ist, hat man auch kein Konzentrationsproblem. Dass der Klassenerhalt nicht zum Selbstläufer wird, konnte ja auch keiner erwarten. Noch stehen wir da, wo wir stehen wollten - auf einem Nichtabstiegsplatz.” Seine Mannschaft brauche einfach mal wieder ein Erfolgserlebnis.
H1: Ohne Angriff kein Sieg möglich
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- Veröffentlicht am Sonntag, 18. März 2012 06:32
- Geschrieben von Super User
SG OBZ Herren 1 - HV Vallendar 22:29 (7:14)
Auch am 24.Spieltag kann die Männer Oberligamannschaft der SG OBZ wieder nicht punkten. Gegen den Tabellenvierten aus Vallendar setzte es eine auch in dieser Höhe verdiente Heimniederlage. Dabei konnte man mit der Abwehrleistung durchaus zufrieden sein. Hinter einer aufmerksamen Abwehr stand SG-Torhüter Ilan Eigenmann, der wieder einmal einen überragenden Tag mit insgesamt 13 gehaltenen Bällen (darunter 2 Siebenmeter) erwischte. Doch Spiele werden auch über den Angriff gewonnen, sofern dieser vorhanden ist. Nach dem Spiel bezeichnete SG-Trainer Steffen Drausnigg seinen Angriff „nicht oberligatauglich, da nur zwei Treffer von ihm erzielt wurden.“
Doch der Reihe nach. Schon zu Beginn des Spiels zeichnete sich der gesamte weitere Verlauf aus SG-Sicht ab. Der erste Torwurf von Mathias Bogusch wurde gehalten, Gegenstoß der Gäste über Florian Bininda und es steht 0:1(1.). Bis Mitte der ersten Halbzeit verläuft die Partei zerfahren. Keine der beiden Mannschaften konnte ein vernünftiges Angriffsspiel aufziehen, immer wieder gingen Bälle durch Fehlwürfe oder überhastet gespielte Bälle verloren. Nach 9 Minuten steht es 2:2, aber die Gäste aus Vallendar erhalten einen 7m zugesprochen. Ilan Eigenmann kann parieren, so dass die SG in Unterzahl zwei Treffer erzielen kann und mit 4:3 in Führung geht (Bogusch, 12.). Es sollte die letzte Führung im gesamten Spiel gewesen sein. Vallendar begann Mitte der ersten Hälfte ihre spielerische und körperliche Überlegenheit auszuspielen und einzusetzen. Insbesondere Pascal Gras fiel besonders heraus. Drei durch ihn nacheinander geworfene Tore (von insgesamt sieben) brachten die Gäste mit 4:6 in Front (16.). In dieser Phase scheiterten die Hausherren mehr an sich selbst als am Gegner. Zunächst wirft Mathias Bogusch an die Latte, dann fabriziert die SG einen Wechselfehler nach Ablauf einer Zeitstrafe. Dies brachte eine erneute Reduzierung der SG-Mannschaft mit sich, doch Vallendar konnte nur ein Tor werfen. Kurios: Nach einem gehaltenen Ball wirft Gästetorhüter den am Kreis lauernden Michael Brand den Ball zu, der diesen zum 5:7 ins leere Tor wirft (18.) Nachdem Mathias Bogusch einen Ball beim Tempogegenstoß vertändelt und die Löwen aus Vallendar treffen, nimmt SG-Trainer Drausnigg die Auszeit (5:8; 19.). Doch auch die klare Ansprache des Trainers, ruhiger zu spielen und vorbereitete Würfe zu nehmen, half nichts! Nach der Auszeit wirft Dennis Steck an die Latte, im Gegenzug fällt das 5:8 (20.). Als hätten die SG-Spieler die Seuche an den Händen, immer wieder ging der Ball verloren. Selbst in Überzahlsituation fingen sich die Blau–weiß-Gestreiften Gegentore ein (7:12, 26.). Hätte Torhüter Eigenmann nicht noch mehrere klasse Paraden gezeigt, wäre die SG OBZ mit mehr als nur 7 Toren Rückstand in die Pause gegangen. So stand es „nur“ 7:14 (30.).
Nach dem Seitenwechsel ändert sich am prinzipiellen Spielverlauf wenig: Die SG trifft nicht oder nur Metall (Sefrin beim 7m an den Pfosten, 32.), Vallendar kontert blitzschnell und erhöht die Führung auf 7:15 (32.). Beim Stand von 10:17 verhindert SG-Torwart Eigenmann dreimal hintereinander das Gegentor, da die Abwehr den Ball einfach nicht zu fassen bekam, die Schützen der Gäste aber an ihm scheiterten. Über 11:19 (41.) zogen die Gäste auf 14:23 (49.) aufgrund der geringen Fehleranzahl uneinholbar davon. Immer wieder gelangen hervorragende Kreisanspiele, die entweder von Steffen Böhme (4 Tore) oder Florian Binninda (3 Tore) genutzt wurden. Den Spielern der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam gelang in dieser Phase nicht mehr viel. Ob frei vom Kreis oder von der 7m-Linie, kein OBZ-Wurf fand den Weg ins Gästetor. Im übrigen wurde an diesem Tag kein einziger SG-Strafwurf verwandelt. So gestaltete sich das Spiel gegen Ende derart, dass Drausniggs-Männer die Köpfe hängen ließen und Vallendar die Handbremse ein wenig anzog. Am Ende steht für die Spielgemeinschaft eine 22:29 Heimniederlage zu Buche.
Steffen Drausnigg: „Es gab eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage. Ich kann in Sachen Abwehr und der kämpferischen Einstellung in diesem Bereich der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Aber unser Angriff ist heute nicht oberligatauglich gewesen, wenn nur zwei Treffer erzielt werden. Wir haben wieder die alten Fehler wie in den vorangegangen Spielen gemacht.“
Am kommenden Wochenende ist die VTZ Saarpfalz nächster Gegner der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam. Ob gegen den Tabellendritten gepunktet werden kann? Hoffen wir für die Spielgemeinschaft.
SG-Torschützen
Brand M. (5), Seifried T. (4), Labroue M (2), Bouche (2), Mohra S. (2), Bogusch M. (2), Sefrin P. (2), Krüger Chr. (1), Morio Th. (1), Seiberth M. (1)
HV Vallendar
Gras P. (7), Lohner O. (5), Busse M. (5/3), Böhme S. (4), Binnes M. (3), Binninda (3), Müller Ph. (2)
Das Spiel aus Sicht der HVV (Quelle: HVV Homepage):
Klapthor überzeugt im Vallendarer Tor - HVV siegt in Bellheim souverän 29:22
Die Oberliga-Handballer des HV Vallendar haben ihr zweites Spiel in Folge bei einem Aufsteiger gewonnen. Nachdem das Tabellenschlusslicht HSG/DJK Nordsaar deutlich mit 40:21 bezwungen werden konnte, hatte das Team vom Mallendarer Berg auch bei der SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam die Oberhand. Vallendar gewann mit 29:22 (14:7).
Vallendar präsentierte sich wie schon in der Vorwoche stark. Ab dem 4:4 übernahmen die Gäste systematisch die Kontrolle, auch wenn es in dieser Phase zu einer Schrecksekunde für das Team um Trainer Wolfgang Reckenthäler kam. Björn Peters, wichtige Stütze im Defensivverbund, knickte um und musste lange Zeit das Spielgeschehen von der Bank aus verfolgen. Sein Ausfall aber zeigte kaum Wirkung, denn die Abwehr wusste auch ohne ihn zu überzeugen. Besonders Steffen Böhme nahm das Zepter in die Hand, organisierte die Hintermannschaft und blockte selbst einige Würde des Gegners ab.
Reckenthäler: Abwehrarbeit stark
„Wir haben uns durch eine starke Abwehrarbeit viele Bälle erkämpfen können und vorn richtig gut kombiniert“, sagte Reckenthäler. Nicht fehlen darf Alexander Klapthor – zum Start der Rückrunde zum Vallendarer Oberliga-Team gewechselt –, der im HVV-Tor eine Glanztat nach der anderen vollführte. Am Ende waren es insgesamt 24 parierte Würfe des Gegners, darunter alle vier Siebenmeter der SG. Reckenthäler: „Man kann sagen, der Junge hat seine Chance genutzt.“ Klapthor spielte von Beginn an, weil Burgard aufgrund von Krankheit nur dezimiert am Training teilnehmen konnte. Und nach den zahlreichen Paraden sah Reckenthäler auch keine Veranlassung mehr, auf der Torhüter-Position reagieren zu müssen. Nur sieben Tore im ersten Durchgang sind ein beeindruckendes Zeugnis.
SG deckt Spielmacher Gras
In der Vorwärtsbewegung gelang es den Gästen ebenfalls, weitgehend die taktischen Anweisungen ihres Trainers umzusetzen. Schon zur Halbzeit hatte Vallendar doppelt so viele Tore auf der Habenseite wie die SG. Die Führung baute Vallendar im zweiten Durchgang zwischenzeitlich bis auf neun Tore aus.
Die Spielgemeinschaft hatte im zweiten Durchgang den Versuch angestellt, durch eine Manndeckung auf Vallendars Spielmacher Pascal Gras noch etwas zu retten. Diese gestellte Aufgabe wurde dann aber von Merlin Busse und Oliver Lohner in Zusammenspiel mit Kreisläufer Florian Bininda sehr gut gelöst.
Vallendar: Burgard, Klapthor, Müller (2), Böhme (4), Lohner (5), Binnes (3), Busse (5/3), Gras (7), Bininda (3), Meder, Reckenthäler, Schäfer.
H1: Offenbacher eine Spur cleverer
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- Veröffentlicht am Montag, 12. März 2012 08:06
- Geschrieben von Wallenfels, Marco

Endlich einmal wieder ein ausverkauftes Haus in Offenbach. Über 500 Fans sahen das Südpfalz-Derby in der RPS-Oberliga zwischen dem TV Offenbach und der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam in der Queichtalhalle. Die Hausherren gewannen verdient mit 30:24 (12:10). Für die SG OBZ beginnt nun eine ganz schwere Phase im Abstiegskampf.

Hätte, wenn und aber hörte man nach Spielschluss oft seitens der Gäste. Hätten Michael Brand und Patrick Sefrin in der Anfangsphase ihre klaren Chancen genutzt und den 2:0-Vorsprung des TV Offenbach (3. Minute, Dominic Hartstern) ausgleichen können, die Partie wäre vielleicht anders verlaufen. So setzte sich der TVO sogar mit 3:0 (5. Jan Greichgauer) ab und hielt diesen Vorsprung über einen großen Teil der ersten Halbzeit.
Die erste Viertelstunde stand im Zeichen der beiden Torhüter. Florian Pfaffmann (TVO) und Ilan Eigenmann (SG OBZ) reagierten meist richtig. Nur zehn Treffer fielen bis zu diesem Zeitpunkt (6:4-Führung für den TVO, 15.). Das war der Verdienst der Torhüter. Die SG OBZ zeigte sich verbessert in der Abwehr, offenbarte allerdings Schwächen im Angriff. Offenbach war in der Abwehr flexibler und hatte bei der Torvorbereitung die besseren Ideen. Trotz Unterzahl gelang Thorsten Scheurer das 10:6 (26.) für den TVO. Sekunden vor der Halbzeit verkürzt Patrick Sefrin per Strafwurf auf 10:12.
Nach dem Seitenwechsel versuchte es SG-Trainer Steffen Drausnigg zunächst mit einer Manndeckung von Maximilian Labroue gegen Thorsten Scheurer. Später beorderte er noch Sebastian Mohra zu Dominic Hartstern. Ein kurzfristiger Erfolg stellte sich ein. Offenbach vergab klare Chancen, Ottersheim bekam ein leichtes Übergewicht. Dennis Steck riss ein Loch in die TVO-Abwehr, verkürzte zum 13:14 (36.) Nun waren auch die OBZ-Fans wieder präsent.
Doch die Spieler wurden immer nervöser. Technische Fehler, unkonzentrierte Abschlüsse und immer wieder Florian Pfaffmann im Offenbacher Tor verhinderten die Wende zugunsten der Gäste. Der TV Offenbach zeigte sich insgesamt cleverer und abgeklärter. Dominic Hartstern stellte mit dem 18:13 (39.) wieder die alte Ordnung her.
Knapp zehn Minuten vor Schluss verloren die Gäste auch noch Tim Seifried und Philipp Mohra durch Verletzungen. Doch Tobias Duthweiler hatte da mit einem der zahlreichen Konter in der zweiten Hälfte die Partie bereits entschieden (25:19, 51.) In einer fairen Partie mit insgesamt nur acht Zeitstrafen sah Offenbachs Daniel Gensheimer in der 56. Minute die Rote Karte aufgrund der dritten Zeitstrafe. Absichtliches Fußspiel unterstellten ihm die Schiedsrichter.
Steffen Drausnigg brauchte einige Minuten nach Spielende, um sich zu sammeln. „Als Aufsteiger muss man zwar in Offenbach nicht gewinnen, der Erfolg des TVO geht in Ordnung, doch ist er nach meinem Gefühl um drei bis vier Tore zu hoch ausgefallen. Wir wurden in den entscheidenden Phasen wieder für unsere fehlende Cleverness bestraft", sagte der Gästecoach nach der Partie.
Offenbachs Thorsten Scheurer meinte zufrieden: „Wir waren heute individuell und mannschaftlich einfach das bessere Team.” Sein Trainer Tobias Job fügt noch hinzu: „Bei Derbys ist immer der größere Wille und der Kampfgeist ausschlaggebend, da waren wir heute besser.”
So spielten Sie
TV Offenbach: Pfaffmann/Dentzer (7m) - T. Scheurer 4, Hans 8/6, Hartstern 5, Niekum, Duthweiler 7, Greichgauer 2, Hauck 1, Gensheimer, Knoblauch 3, Ismailovic, J. Scheurer
SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam: Eigenmann/Maiß (7m) - Krüger 1, Sefrin 8/2, Bogusch 3, Labroue 4/2, S. Mohra 3, Steck 1, Seifried 4, Morio, P. Mohra, Brand, Seiberth, Bouche
Spielfilm: 3:0 (5.), 6:3 (13.), 9:6 (23.), 11:6 (27.), 12:10 (30.), 14:13 (36.), 18:13 (39.), 22:17 (48.), 25:19 (51.), 28:23 (56.), 30:24 (60.) - Strafwürfe: 10/6 :5/4- Zeitstrafen: 5:3 - Rote Karte: Gensheimer (TVO) 3x2 Min. - Zuschauer: 500 (ausverkauft) - Schiedsrichter: Hemmer/Meyer (Hochspeyer).
Hier der Bericht von Marco Wallenfels:
Südpfalz-Derby in Offenbach mit 24:30 verloren (10:12) - Fehlende Cleverness in entscheidenden Phasen
Der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam gelingt auch im 12. Oberliga-Derby beim TV Offenbach keine Wende! In der ausverkauften „Hölle Süd“ knüpfte die Mannschaft von SG-Trainer Drausnigg dort an, wo sie im Heimspiel gegen Mühlheim aufhörte. Mangelnde Chancenauswertung durch fehlende Cleverness waren wie schon häufig in dieser Saison mit verantwortlich für diese Niederlage.
Schon zu Beginn des Spiels konnten klare Torgelegenheiten durch Michael Brand und Patrik Sefrin nicht genutzt werden, während der TV Offenbach im Gegenzug traf (3:0, 4.). Hätte SG-Torhüter Ilan Eigenmann in der ersten Hälfte nicht bärenstark gehalten, schon jetzt wäre die Niederlage abzusehen gewesen. Doch mit insgesamt 15 abgewehrten Bällen hielt er die OBZ im Spiel. Offenbach führte bis zur 24. Minute „nur“ 8:6, da neben der guten Torwartleistung es den Blau-weiß-Gestreiften gelang, die vom Kampf geprägte Partie anzunehmen und ihrerseits Akzente zu setzen. So entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, allerdings mit Vorteilen auf der Gastgeberseite (8:6, Steck, 24.). Doch in den letzten sechs Minuten der ersten Hälfte ereilte Mister „Chancentod“ die Spielgemeinschaft. Offenbach nutzte diese Schwächephase konsequent aus, weil die SG-Abwehr zu weit weg vom Gegenspieler stand. Die Folge davon waren insgesamt acht Strafwurfentscheidungen. Nervenstärke bewies hier Patrick Hans vom TV Offenbach, der allein sechs mal sicher verwandelte. Auch konnte Thorsten Scheurer in Überzahl für die SG das 10:6 werfen (26.) Durch einen Kraftakt kämpften sich dann Sefrin & Co. wieder ran, da gestützt durch zwei gehaltene 7m durch Eigenmann die Mannschaft sich mental aufputschte und dagegen hielt. Drei nacheinander erzielte Treffer brachten den Sekunden vor Schluss versöhnlichen Pausenstand von 10:12 (Sefrin).
Dieser mutmachende Abschluss der ersten Hälfte setzte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst fort. Tim Seifried (zweimal) und Matthias Bogusch schafften den Anschluss zum 13:14 (35.). Das Spiel schien sich zu Gunsten der SG zu wenden, auch, weil Drausnigg die defensive Abwehr umstellte und Offenbachs Angriff kurzzeitig den Faden verlor. Er verordnete „Manndeckung“ gegen TVO-Spielmacher Thorsten Scheurer. Aber leider kam es nicht zur erhofften Wende! Durch einen Zwischenspurt der Hausherren, wiederum angeführt vom TVO-Spielmacher, der durch kluge Zuspiele sowohl Tobias Duttweiler als auch Dominic Hartstern in Szene setzte, zog Offenbach auf 18:13 (39.) davon. In dieser Phase spielte die SG zu undiszipliniert und mit fehlender Cleverness. Es wurden keine vorbereiteten Abschlüsse gesucht, sondern die Bälle leichtfertig vergeben. Der Tabellensiebte musste Mitte der zweiten Spielhälfte nicht mehr tun als nötig, um die SG auf mindestens drei Tore Abstand zu halten. Immer wieder vergaben Drausniggs-Männer in den entscheidenden Situationen die Chancen, nahe genug zu verkürzen, um das Spiel nochmals spannend zu machen.
Der 5-Tore-Vorsprung aus der 39.Minute, der gleichzeitig die Vorentscheidung bedeutete, hielt bis zur 55. Minute (22:27, Sefrin). Doch damit nicht genug! In der Schlussphase verletzten sich Sebastian Mohra und Tim Seifried so schwer, dass sie nicht mehr weiterspielen konnten. So blieb Patrik Sefrin der letzte SG-Treffer vorbehalten, der allein fünf seiner insgesamt acht Tore in der zweiten Halbzeit warf.
Mit dieser Niederlage ist die SG OBZ im Tabellenkeller der RPS-Oberliga angekommen, denn sowohl Saarlouis II als auch Mühlheim konnten punkten.
Drausnigg: „Wir wurden in den entscheidenden Phasen wieder für unsere fehlende Cleverness bestraft. So wird es schwer, die Klasse zu halten. Der Sieg für Offenbach ist in Ordnung, aber um drei bis vier Tore zu hoch.“ In den kommenden beiden Heimspielen gegen Vallendar und gegen die VTZ Saarpfalz muss gepunktet werden! Dass die SG immer für eine Überraschung gut sein kann, hat sie schon in der Hinrunde bewiesen. Es wird Zeit, dieses Überraschungselement durch eine geschlossene und diszipliniert spielende Mannschaftsleistung auszupacken. Gelingt dies nicht, endet höchstwahrscheinlich der Ausflug in die RPS-Oberliga. Es wäre schade, denn das Potential des Klassenerhalts besitzt die Mannschaft. Sie muss es nur wieder entdecken!
SG-Torschützen:
Sefrin P. (8/2), Seifried T. (4), Labroue M. (4/2), Bogusch M. (3), Mohra S. (2), Mohra Ph. (1), Krüger Chr. (1), Steck D. (1)
H1: RPS-Herren scheitern an sich selbst und am Gäste-Torwart
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- Veröffentlicht am Montag, 05. März 2012 07:29
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
SG OBZ Herren 1 - TV Mülheim 23:27 (11:14)

Vor rund 200 Zuschauern in der Bellheimer Spiegelbachhalle bezog die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam eine bittere Heimniederlage gegen einen unmittelbaren Mitkonkurrenten im Abstiegskampf der RPS-Oberliga.

Schon zu Beginn des Spiels zeichnete sich ab, dass die SG-Herren irgendwie mental nicht ganz auf der Höhe sind. Die Gäste gingen schnell mit 2:0 in Führung (4.). Bereits zu diesem Zeitpunkt konnten die SG-Rückraumschützen keinen platzierten Wurf setzen. Die Mülheimer Abwehr um Organisator Andreas Reick stand konzentriert und wehrte viele Wurfversuche erfolgreich ab. Auch hatte ihr Torhüter Valentin Inzenhofer einen bärenstarken starken Tag erwischt und brachte Drausniggs Männer schier zum Verzweifeln. Maximilian Labroue glich zum 3:3 aus (9.) und wenig später erzielte er das 5:4 (12.). Nach einem gehaltenen Ball vom freien Gäste-Kreisspieler durch SG-Torhüter Ilan Eigenmann verwandelte Patrik Sefrin den Gegenstoß erfolgreich zur erstmaligen 2-Tore-Führung (6:4, 13.). Doch leider gab dies dem SG-Spielaufbau nicht die notwendige Sicherheit. Im Gegenteil! Durch unnötige Ballverluste im Angriff (schlechte Pässe, riskante Kreisanspielversuche) kam Mülheim durch schnelle Gegenstöße zu einfachen Toren. Genau davor hatte SG-Trainer Drausnigg in der Vorbereitung gewarnt. Bereits im Hinspiel wurde die Spielgemeinschaft durch diese Konter nahezu überrannt und hielt Mühleim im Spiel, auch wenn mit 32:31 gewonnen wurde. Diesmal konnte sich Andreas Reick sowohl vom Kreis als auch aus dem Rückraum auszeichnen. Er erzielte den Anschlusstreffer zum 6:5 (14.), 7:7 (16.) und 8:8 (18.). Nachdem wieder auf Seiten der SG OBZ zu schnell erfolglos geworfen wurde und die Gäste mit 8:10 (20.) in Führung gingen musste Steffen Drausnigg die Auszeit nehmen. Die Angriffe sollen ruhig aufgebaut und die Würfe vorbereitend genommen werden, doch es half wenig. Ganze sechs Minuten lang erzielten die Blau-Weiß-Gestreiften Gastgeber kein Tor. Immer wieder wurde fast zwanghaft versucht an den Kreis zu spielen, doch allzu häufig misslangdies. Hätte SG-Torwart Eigenmann nicht die eine oder andere Chance der Mühlheimer zunichte ge-macht, wäre bereits zu diesem Zeitpunkt klar gewesen, dass die SG das Spiel mit dieser Einstellung nicht gewinnen wird. Doch er hielt seine Mannschaft im Rennen. Matthias Bogusch verkürzt zum 9:11 (26.). Wiederum brachten zwei einfache Fehlpässe die Gäste in Ballbesitz, schneller Konter und es stand 9:13 (28.). Zur Halbzeit hieß es 11:14 nach Patrik Sefrins Treffer. Wer nun annahm, dass die SG OBZ ihre Tugenden Kampfbereitschaft, Einsatzwille und mentale Einstellung zum Gegner änderte, wurde bitter enttäuscht. Nichts von alledem war zu Beginn der zweiten Spielhälfte zu erkennen. Schnell lag man mit sieben Toren hinten (12:19, 37.). Wer in Unterzahl spielend nicht die Cleverness besitzt seinen Angriffsversuch vorzubereiten, wird mit Tempogegenstößen bestraft. Nahezu jeder Wurf der SG OBZ wurde von Gästetorhüter pariert. Durch lange Pässe oder der zweiten Welle erhöhte Mülheim den Spielstand auf 14:21 (43.). Nach diesem neunten (!) Treffer von Andreas Reick (seiner insgesamt zehn) war Drausnigg gezwungen, bereits jetzt die Auszeit zu nehmen. Doch ohne Erfolg! In Überzahlsituation wird das 14:22 kassiert (45.), danach betritt Dennis Steck völlig frei und unbedrängt beim Wurf den Kreis, doch auch diesen Wurf hielt Mühlheim Keeper Inzenhofer, so dass es beim 14:22 blieb (46.). Eingeleitet durch einen gehaltenen 7m von Eigenmann begann dann die starke Phase der Gastgeber. Mit vier Toren in Folge kämpfte sich die Spielgemeinschaft wieder ran (18:22, 52.). Aber leider war dies nur ein laues Lüftchen von Kampf und Einsatzwille. Statt zu verkürzen, wird in dieser wichtigen Phase wieder unnötig harmlos aufs Tor geworfen, gewonnene Bälle der Abwehr durch missratene Pässe, die niemand erre-chen kann, verloren, oder aber technische Fehler führen zu Ballverlusten. So kam es wie es kommen musste! Mülheim nutzte dieses Unvermögen konsequent aus und zog auf 22:26 davon (58.). Symbolisch für das SG-Spiel die letzte Szene: Patrik Sefrin wirft aufs Tor, doch der Ball geht an den Pfos-ten. Dies hatte zuvor der überragende Gästetorhüter Valentin Inzenhofer nahezu vernagelt, so dass Drausniggs-Männer hätten werfen können wie sie wollten. Der Ball ging nicht rein! So steht am Ende eine bittere und unnötige Niederlage mit 23:27 zu Buche. Diese wiegt um so schwerer, weil im Falle eines Falles der direkte Vergleich zählt. Drausnigg: „ 20 Minuten Kampf ist für die Oberliga zu wenig, wenn die Klasse gehalten werden soll. Unser Gegenstoßverhalten war miserabel, wir haben den Torhüter warm geschossen. Mülheim hat den Abstiegskampf angenommen, wir müssen ihn jetzt sofort annehmen, dies muss den Spielern klar sein.“ Nachdem Moselweiß die VTZ Saarpfalz mit 31:24 geschlagen hat, befindet sich die SG Otters-heim/Bellheim/Zeiskam mit 19:25-Punkten auf Platz 11, gefolgt von Saarlouis II, die den TV Offenbach mit 28:23 bezwang. Eben jener ist nächs-ter Gegner am kommenden Wochenende, das Hinspiel ging mit 22:26 verloren. Die Spielgemeinschaft muss daher punkten, will sie nicht vollends in der Abstiegszone landen.
SG-Torschützen: Sefrin P. (6), Bogusch M. (4), Labroue M. (4/1), Brand M. (3), Mohra S. (3), Seifried T. (2), Morio Th. (1)
H1: „Außer Spesen nix gewesen“
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- Veröffentlicht am Sonntag, 26. Februar 2012 18:58
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
TSG Haßloch - SG OBZ Herren 1 31:24 (17:10)
Nach dem Ausscheiden aus dem Pokal und den närrischen Tagen geht der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam nach zuletzt drei gewonnen Oberliga-Spielen der Faden zum Siegen verloren. Erschwerend kam hinzu, dass Torhüter Ilan Eigenmann, sonst eine Bank im Tor, insbesondere in der ersten Hälfte keine Bälle hielt. Zur zweiten Halbzeit fand er zur alter Form zurück, hielt einige freie Bälle, konnte aber die sich abzeichnende Niederlage nicht verhindern. In der fünften Minute warf Patrik Sefrin das erste SG-Tor zum 1:2 vor 650 Zuschauern im TSG Sportzentrum. Doch die TSG Hassloch wollte sich für die unnötige Hinspielniederlage in Bellheim revanchieren und trug ihre Angriffe konsequent und schnell nach vorne. Unterstützt wurde sie dabei von den vielen technischen Fehlern, die sich die SG OBZ allein in der ersten Spielhälfte erlaubte. Hassloch ging gehandicapt ins Spiel, denn Max Bannicke und Marc Zehe konnten verletzungsbedingt nicht mitspielen. Nach dem 10:5 (19.) erzielte Dennis Steck hintereinander zwei schöne Tore zum 10:7 (22.), doch dann begann die ganz starke Phase des Gastgebers. Angetrieben vom stark werfenden Mathias Röder erhöhte der Tabellenzweite auf 16:8 (27.). Mathias Bogusch setzte sich anschließend zweimal schön durch und warf zum Pausenstand von 17:10. Nach dem Seitenwechsel blieb offenbar die mentale Frische in der Kabine der Spielgemeinschaft. Hassloch warf quasi ohne Gegenwehr drei Tore hintereinander. Dabei profilierten sich Mathias Röder (11/6-Tore) vom rechten Rückraum und Elias Magin (6 Tore) von Linksaußen durch sehenswerte Treffer. Es stand 20:10 (35.). SG-Trainer Steffen Drausnigg machte durch lautstarke Kommandos von der Bank seine Männer wach und diese verstanden ihn. Vier Tore in Folge ließen das Ergebnis aus Sicht der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam wieder ein wenig besser erscheinen (14:20, 40.). Doch an diesem Tag reichte dieses Aufbäumen nicht. Zu dominant spielte die TSG Hassloch und machte eindrucksvoll klar, wer als Sieger das Spielfeld verlassen wird. Auf nahezu allen Positionen hatte Hassloch eine passende Antwort parat, um zu einfachen Toren zu kommen. So lief das Spiel in der zweiten Hälfte derart, dass der Gastgeber nur noch das Nötigste tat, während die SG einfach nicht mehr konnte. In der 55. Minute stand es 19:30, das Spiel war gelaufen. Anschließend betrieben Sebastian Mohra, Dennis Steck und Patrik Sefrin Ergebniskosmetik, die Partie endete mit einem auch in dieser Höhe verdienten 31:24-Sieg der TSG Hassloch. „Ausschlaggebend war der größere Siegeswille von Hassloch, die trotz der Ausfälle von Bannicke und Zehe eine Revanche für die Hinspielniederlage wollten“ (SG-Spielleiter Gerhard Scheurer). Gegen die TSG Hassloch kann verloren werden, doch nächstes Wochenende steht mit Mühlheim der Tabellennachbar zu Hause in Bellheim an. Hier gilt es, wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu gewinnen.
SG-Torschützen: Sefrin P. (6/3), Mohra S. (5), Labroue M. (3), Steck D. (3), Bogusch M. (3), Mohra Ph. (2), Seifried T. (2)
Haßloch bleibt im Meisterschaftsrennen

TSG gewinnt in der Oberliga mit 31:24 klar gegen die Spielgemeinschaft Ottersheim/Bellheim/Zeiskam
Handball-Oberligist TSG Haßloch bleibt nach dem klaren 31:24 (17:10)-Derbysieg gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam und dem Punktverlust des Tabellenführers SV Zweibrücken im Meisterschaftsrennen. Am Samstag könnte die TSG mit einem Sieg im Zweibrücken auf Platz eins vorrücken.
Von der ersten Minute an war der Mannschaft von Trainer Andrej Siniak anzumerken, dass sie gewillt war, sich für die Schlappe aus dem Hinspiel zu revanchieren. Dass Maximilian Bannicke krankheitsbedingt fehlte, merkte man nicht. Die Gastgeber übernahmen sofort die Kontrolle und führten nach dem 1:0, erzielt per Strafwurf durch den nach seiner Vertragsverlängerung überaus motiviert agierenden Mathias Röder, ständig. Röder warf von den ersten zehn TSG-Treffern acht und war somit der herausragende Akteur in der Anfangsviertelstunde. In der seitlich versetzten 5-1-Deckung hatte die TSG in der Defensive eine Formation, mit der die Angreifer der Gäste Mühe hatten. Die Gastgeber kamen so immer wieder zu Ballgewinnen und konnten über Tempogegenstöße zu einfachen Toren kommen. Hier tat sich dann Elias Magin besonders als Vollstrecker hervor.
18 Minuten dauerte es, bis der ehemalige Haßlocher Ilan Eigenmann im Tor der Gäste den ersten Ball abwehren konnte. Es blieb die einige Parade eines SG-Torwarts Hälfte eins.
Das schwache SG-Rückzugsverhalten und die Probleme im SG-Innenblock, verursacht durch das stete kreuzen der TSG-Angreifer, die fast durchweg mit zwei Kreisläufern agierten und Lücken in den Abwehrverbund der Gäste rissen, gaben der TSG Gelegenheit, das Spiel bis zum Seitenwechsel vorzuentscheiden. Nach dem 20:10, erzielt durch Magin (36.), hakten die TSG-Spieler das Spiel wohl gedanklich schon ab, die SG OBZ kam mit einer Vier-Tore-Serie heran. Siniak nahm eine Auszeit und wies deutlich darauf hin, dass noch 20 Minuten zu spielen waren und ein Spiel mit dieser Einstellung nicht zu gewinnen sei. Seine Mannen nahmen sich die Worte zu Herzen und spielten die restliche Spielzeit souverän herunter.
Schmerzhaft wurde es nur für Fabian Markert, der einen Ball des Ottersheimers Sebastian Mohra mitten ins Gesicht bekam und danach einige Minuten behandelt werden musste (45.) sowie für Magin, der von SG-Abwehrführer Christian Krüger in Wrestling-Manier niedergestreckt wurde. Dafür sah der Ottersheimer glatt „rot” (50.).
Das Ergebnis schmeichelte den Gästen, wie Trainer Steffen Drausnigg zugab: „Wir hatten über 60 Minuten keine Chance. Haßloch hatte Siegeswillen, wir nicht. Unser Innenblock hat nicht funktioniert, dazu kam eine ganz schwache Torhüterleistung in der ersten Hälfte.”
Siniak lobte seine jungen Spieler und sagte in seiner Analyse zudem: „Unsere Abwehr hat sich nach zehn Minuten stabilisiert, dadurch konnten wir viele Gegenstoßtore erzielen. Das war entscheidend. Etwas Sorge bereitet mir die Chancenverwertung in der zweiten Hälfte. Daran müssen wir arbeiten. Das Spiel in Zweibrücken ist jetzt richtungweisend.”
So spielten sie:
TSG Haßloch: Sowden (ab 54. Reber) - Best (2) - Gregori (1) - Kern (1) - Seelos (3) - Magin (6) - Zellmer (3) - Röder (11/6) - Deege (1) - Markert (2)
Spielfilm: 3:1 (6.), 7:3 (12.), 10:5 (17.), 14:7 (25.), 17:10 (30.), 20:10 (36.), 20:14 (40.), 24:17 (49.), 30:19 (54.), 31:24 - Schiedsrichter: Junkes/Scholer (Schwalbach/Überherrn) - Zuschauer: 500 - Strafwürfe: 6/6:3/3 -Zeitstrafen: 4:4 - Rote Karte: Krüger (50., Foulspiel).
H1: Die Pokal-Überraschung bleibt aus
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- Veröffentlicht am Montag, 20. Februar 2012 11:45
- Geschrieben von Super User
Pokal: SG OBZ Herren 1 - TV Hochdorf (3.Liga) 29:34 (13:16)

Nichts mit Narrhallamarsch in den Bellheimer Spiegelbachhalle. Diesmal konnte die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam dem Drittligisten TV Hochdorf nur wenig gefährlich werden im Pfalzpokal. Nach dem 29:34 (13:16) im Viertelfinale waren indes beide Seiten zufrieden.

Auf Seiten der Gastgeber interessant: Wer spielt? Einschließlich Thorsten Morio, der doch auflief, hatte SG-Trainer Steffen Drausnigg elf Mann auf der Liste, darunter Zweitmannschaftstorhüter Christoph Maiß. Beim Gast saß der verletzte Benjamin Ritter mit auf der Bank. Nur Trainer Michael Pfeil fehlte (Ski-Freizeit), Co-Trainer Thorsten Laubscher übernahm. Blieb die Frage, ob eine Mannschaft mehr vom Fastnachtstrubel beeinflusst war.
Offensichtlich nicht. Das Spiel begann mit technischen Fehlern hüben wie drüben. Für die närrische Zeit bot Oberligist SG OBZ eine gute erste Hälfte. Tim Seifried gefiel als Mittelmann, er kurbelte das Spiel an, war torgefährlich (stark sein 6:7-Anschlusstreffer, 14.) und konnte den Vergleich mit dem Hochdorfer Tim Beutler mindestens ausgeglichen gestalten. Überhaupt war Tempo drin. Gute Szenen hatten die Rückraumschützen auf halb links Philipp Mohra (OBZ) und Andreas Mauer (TVH). Mohra machte das 7:8 und 9:10 mit Kernwürfen und glich zum 10:10 aus (18.). Auch bei den Torhütern gab es ein „Unentschieden”: Ilan Eigenmann, sonst eine Bank für die Gastgeber, kam trotz eines früh parierten Siebenmeters nicht in Fahrt, bei Tim Doppler wechselten Licht und Schatten. Vorteil Hochdorf: Die Gäste erzielten leichte Kontertore und hatten eine zweite Rückraum-Reihe. Matthias Polifka und Jonas Kupijaj sorgten für das 11:15. Danach nutzte die SG OBZ knapp sechs Minuten Überzahl nur teilweise. Bei der ersten Zeitstrafe gegen den TVH gelangen zwei Tore zum 13:15.
Nach der Pause waren die Gastgeber müder. Die Abschlüsse wurden unpräziser, Doppler konnte sich häufiger auszeichnen. Dafür lief nun auch die SG OBZ Konter. Sebastian Mohra verkürzte mit seinem dritten schnellen Gegenstoßtor im zweiten Abschnitt auf 18:21. Bis zum 23:26 (49.) blieben die Gastgeber dran. Daniel Lanninger und Beutler machten mit Schüssen aus dem Rückraum das Buch zu. Nach dem 23:29 war nur noch Auslaufen angesagt.
„So langsam sind wir auf dem Niveau der Oberliga angekommen”, sagte Drausnigg. Er macht dies vor allem an der besseren Abwehrarbeit fest. 50 Minuten habe seine Mannschaft gegen motivierte Hochdorfer recht gut mitgehalten - „da muss man zufrieden sein”. Zum Einsatz von Thorsten Morio sagte er, dass dieser nach sieben Wochen zum ersten Mal wieder im Training gewesen sei. Weil der Fingerbruch offenbar gut verheilt ist, kam es zum recht unscheinbaren Offenbacher „Bruderduell” mit Christoph Morio.
„Von der kämpferischen Einstellung kann man zufrieden sein, man hat gesehen, sie wollten”, sagte Laubscher über die Hochdorfer Mannschaft, die erste, die sich für das erste Final Four am Ostermontag qualifizierte. Am Anfang habe es zu viele technische Fehler gegeben wegen Schwierigkeiten mit dem Ball. In der zweiten Hälfte sei es besser geworden, habe sich die Mannschaft so präsentiert, wie man sich das vorgestellt habe. Aus dem Plan, den Jüngsten, Torhüter Maximilian Haller und Kai Diehl, mehr Einsatzzeit zu geben, wurde aber nichts. Über Diehl sagte Laubscher, „er muss sich im Training anbieten und zeigen, dass er Dritte Liga spielen kann”.
So spielten sie
SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam: Eigenmann (ab 51. Maiß) - Seifried (4), Sefrin (5/1), Philipp Mohra (4), Labroue (7/5), Sebastian Mohra (5), Brand; Krüger (1), Thorsten Morio (1), Steck (2) - TV Hochdorf: Doppler (Röll bei 7m) - Beutler (4), Zimmermann (4), Mauer (5/1), Dietz (3), Christoph Morio (8/5), Sliwa (3); Polifka (1), Kupijaj (3), Lanninger (3), Diehl
Spielfilm: 3:5 (9.), 7:8, 10:10 (18.), 11:15 (26.), 13:16 - 16:18 (36.), 16:21 (40.), 20:23 (45.), 23:26 (49.), 23:29 (51.), 29:34 - Zeitstrafen: 2:4 - Siebenmeter: 6/7:6:7 - Beste Spieler: Seifried, Philipp Mohra, Sefrin - Mauer, Christoph Morio - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Hemmer/Meyer (Enkenbach/Hochspeyer)
H1: Herren-Oberligateam der SG gewinnt rassiges Pfalzderby
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- Veröffentlicht am Montag, 13. Februar 2012 13:46
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
SG OBZ Herren 1 - VTV Mundenheim 31:27 (11:13)

Herren-Oberligateam der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam gewinnt rassiges Pfalzderby - Fünf Disqualifikationen und 22 Zeitstrafen

In einem sehr umkämpften und phasenweise dramatischen Spiel siegt die SG OBZ letztlich verdient. Wieder einmal war SG-Torhüter Ilan Eigenmann überragend und für die gegnerischen Werfer schier unüberwindwar. Das Spiel startete furios. Nach dem 2:3 durch die Gäste aus Mundenheim (4.) bekam Patrik Sefrin beim Wurfversuch einen Schlag ins Gesicht. Die Pfälzer Schiedsrichter Meyer/Hemmer zeigten daraufhin Marcel Schuler von der VTV Mundenheim die Rote Karte, so dass dieser das Spielfeld verlassen musste. Bis zu dieser Szene gab es noch keine zwei Minuten-Strafe für eine Mannschaft. So verlief die Partie zunächst ausgeglichen (4:4 (9.); 5:5 (10.)). Abspielfehler im SG-Angriff führten schließlich zur ersten Zwei-Tore-Führung der Gäste (5:7, 11.). Doch die SG-Mannschaft kämpfte sich wieder heran (6:7, Mohra Ph., 12.). Im direkten Gegenzug bekam Mundenheim einen 7m-Wurf zu-gesprochen. Doch wieder einmal hielt Teufelskerl Eigenmann seinen Kasten sauber und parierte den Wurf (13.). Doch anstatt Ruhe und Sicherheit zu erhalten, agierte die SG OBZ in dieser Phase überhastet. In Unterzahl wurden die Angriffe viel zu schnell abgeschlossen. Die Gäste zogen auf 8:9 davon (15.). SG-Trainer Drausnigg nahm bereits in der 18.Minute das Team-Timeout, weil immer wieder Würfe unvorbereitet genommen wurden und zu unnötigen Ballverlusten führten. Doch auch Mundenheim scheiterte ein ums andere Mal am hervorragend aufgelegten SG-Torhüter, so dass sieben Minuten keiner Mannschaft ein Treffer gelang. Dafür hagelte es Zeitstrafen. Christian Krüger und Michael Brand hatten bereits zu diesem Zeitpunkt je zwei Zeitstrafen, da sie im Deckungszentrum Schwerstarbeit leisten mussten. Aber auch Mundenheim verlor mit Patrick Horlacher einen wichtigen Deckungsspieler aufgrund der dritten Zeitstrafe wegen Meckerns von der Bank. Dies bescherte den Blau-weiß-Gestreiften eine doppelte Überzahlsituation. Doch statt zu verkürzen trafen die Gäste zum 8:10 (Tremmel, 22.). Marco Tremmel war es auch, der wenig später durch einen 7m-Wurf zur erstmaligen Drei-Tore-Führung unmittelbar vor der Halbzeit erhöhte (10:13, 29.). Kurz zuvor bekam Christian Krüger für sein hartes Eingreifen in der Abwehr die Rote Karte. Sebastian Mohra traf in doppelter Unterzahl zum Pausenstand von 11:13. Im direkten Gegenzug konnte ein Tor der VTV Mundenheim nicht anerkannt werden, da das Halbzeitsignal bereits ertönte bevor der Ball im Tor war.
In der zweiten Spielhälfte hielt Mundenheim diesen Vorsprung (12:14, 31.). Zunächst verkürzt Patrik Sefrin auf 13:14 (32.), dann erkämpfte sich die SG-Abwehr den Ball. Den Gegenzug wirft Phillip Mohra an den Pfosten, Mundenheim scheitert im direkten Gegenangriff frei vom Kreis an SG-Torhüter Eigenmann. Dessen langer Pass nutzt diesmal Phillip Mohra und gleicht aus (14:14, 33.). Danach entwickelte sich ein munteres Toreschießen bis zum 20:20, wobei jede Mannschaft immer wieder mal in Führung ging (43.). Die SG-Abwehr agierte jetzt etwas vorgezogen und zwang die Gäste aus Mundenheim zu Würfen aus der Distanz. Einen 7m-Wurf für die Gäste parierte Eigenmann (44.), den Tempogegenstoß und der anschließende Strafwurf nutzte Maximilian Labroue zur 21:20-Führung (45.). In Überzahl konnte auf 22:20 erhöht werden (Steck, 46.), doch die Gäste erzielten dennoch ein Tor (Tremmel, 22:21, 47.). Kurios: Tristan Benz von der zweiten Herrenmannschaft wurde nachgemeldet, da Steffen Drausnigg keine Auswechselspieler mehr zur Verfügung hatte. Doch 30 Sekunden später war das Spiel für Benz wieder vorbei: Rote Karte nach einem Foulspiel (48.) Doch wieder konnte die VTV Mundenheim den fälligen Strafwurf nicht nutzen und scheiterte an Ilan Eigenmann. Beide Mohra-Brüder konnten anschließend treffen und einen beruhigenden Vorsprung herstellen (24:21, 49.). Ärgerlich, dass wieder leichte Abspielfehler oder ungenaue Pässe die mühevolle Angriffsarbeit zunichte machten und die Gäste ausgleichen (24:24, 51.) und sogar in Führung gehen konnten (24:25, 51.). Nach einem tollen Seitfallwurf ins linke untere Eck durch Timm Seifried ging die SG OBZ mit 26:25 in Führung. In der kurz darauf genommenen Auszeit stellte Drausnigg seine Männer neu ein. Jetzt spielte die SG die Angriffe länger aus, so dass passives Spiel angezeigt wurde. Zwar musste geworfen werden, Mundenheims Keeper hielt, aber die Zeit schritt immer weiter voran zu Gunsten der Spielgemeinschaft.
Dann eine vorentscheidende Szene: 7m-Wurf für Mundenheim. Björn Scheurer tritt gegen Ilan Eigenmann an, doch er verwirft, es bleibt beim 26:25 für die SG (55.). Jetzt ist das Spiel entschieden, denn Dennis Steck, Maximilian Labroue und Phillip Mohra erhöhen auf 29:25 (58.). Der Rest ist nur noch Formsache. Die SG OBZ gewinnt nach großartigem Kampf und dem notwendigen Siegeswillen nicht unverdient mit 31:27. Drausnigg: „Ich sagte bereits während der Woche, dass wir heute kämpfen müssen bis zum Schluss, denn Mundenheim hat gegen Ende häufig keine Luft mehr. Dazu kam die notwendige Motivation, da wir im Hinspiel eine Klatsche erhalten hatten. Eigentlich hatten wir aufgrund der Personalsituation gar keine Chance zu gewinnen, doch die haben wir genutzt.“
Die SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam ist bereits drei Spieltage ungeschlagen und im nächsten Pfalzderby Gast bei der TSG Hassloch.
SG-Torschützen:
Mohra Ph. (8), Labroue M. (8/3), Sefrin P. (6), Seifried T. (3), Mohra S. (3), Brand M. (1), Steck D. (1), Seiberth M. (1)
Das Spiel aus Sicht der VTV(Quelle: VTV Homepage):
Schwache Chancenverwertung kostet 2 Punkte
Es war ein umkämpftes und hartes Spiel, dass die Zuschauer in der vollbesetzten Spiegelbachhalle zu sehen bekamen. Dennoch verlief das Spiel in einer fairem Rahmen und auch nach Spielende waren die Wogen bei dem ein oder anderen Bärenbrau weitestgehend geglättet.
Kaum hatte das Spiel begonnen, war es für Marcel Schuler auch schon wieder beendet, der berechtigter Weise nach vier Minuten die rote Karte sah. Mit jeweils einer direkten roten Karte für Christian Krüger und Tristan Benz von der SG OBZ und zwei roten Karten nach der dritten Zeitstrafe für Patrick Horlacher auf VTV-Seite und Michael Brand auf OBZ-Seite war für insgesamt fünf Spieler die Partie vorzeitig beendet.
Hier war auch leider insgesamt keine klare Linie der Schiedsrichter zu erkennen und es hagelte zwei Minutenstrafen auf beiden Seiten über die gesamte Partie.
Zum Sportlichen: Die Partie startete ausgeglichen, wobei die VTV sich gegen Ende der ersten Halbzeit absetzen konnten. Eine gute Abwehrarbeit und ein relativ diszipliniertes Angriffsspiell brachten eine verdiente 13:11 Halbzeitführung.
Auch die zweite Halbzeit startete relativ ausgeglichen, wobei ein Mann auf der Platte ein immer stärkerer Faktor wurde: Ilan Eigenmann. Der Torhüter der SG OBZ konnte bereits in der ersten Halbzeit einige Bälle parieren und steigerte sich immer weiter mit zunehmender Spieldauer.
Dennoch müssen sich die VTV-Spieler hier auch ein gewisses Unvermögen unterstellen lassen. Vier vergebene Strafwürfe und zahlreiche ungenutzte freie Einwurfmöglichkeiten, dazu eine schwache Wurfauswahl aus dem Rückraum ließen die Heimmannschaft ab dem 20:20 immer wieder in Führung gehen. Exemplarisch auch die Situation bei 26:25 Führung der SG OBZ. Hier schafften es die VTV 5 Großchancen zum Ausgleich auszulassen.
So kassierte man drei Treffer in Folge zum vorentscheidenden 29:25 und unterlag letztlich mit 31:27.
Insgesamt ein verdienter Sieg der SG OBZ, die 60 Minuten deutlich gezeigt hat, dass man gewillt ist die Klasse zu halten. Die VTV müssen sich vorwerfen lassen den Sieg selbst aus der Hand gegeben zu haben. Trotz 20 Gegentoren in Halbzeit zwei hätte man mit einer vernünftigen Verwertung seiner Chancen die Partie gewinnen können.
Dennoch macht sich auch langsam bemerkbar, dass seit Wochen im Prinzip immer die gleichen 6-8 Mann auf der Platte stehen.
Bei Marco Tremmel, der sich während des Spiel verletzte, kann glücklicherweise vorerst Entwarnung gegeben werden und es liegt wohl keine schwere Verletzung vor. Dennoch wird er wohl für einige Woche ausfallen.
Hier ereignete sich der wohl auch einzige „negative Höhepunkt“. Anfeuerungen und Beschimpfungen von Zuschauerseite gehören gerade in so einem Spiel wohl dazu, aber ob man einen Spieler, der von zwei Mitspielern vom Feld getragen wird, auspfeifen und beschimpfen muss sei mal dahingestellt…
(Anm. der Red.: ...muss/sollte man definitiv nicht!!! -> gute Besserung an den VTV Spielmacher auch von Seiten der SG!)
Torschützen: Scheuer (9/2), Tremmel (6), Benjamin Treiber (5), Winkelmann (3), Christmann, Hanke (je 2)
H1: Aufwärtstrend der SG OBZ setzt sich fort
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- Veröffentlicht am Dienstag, 07. Februar 2012 19:44
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
TV Bodenheim - Herren 1 26:30 (12:15)
Die Oberligamannschaft der Männer der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam kann auch im zweiten Spiel hintereinander punkten und kehrt mit einem verdienten Auswärtssieg von Bodenheim zurück. Wieder musste Matthias Bogusch verletzungsbedingt pausieren, doch hat die SG Torhüter Ilan Eigenmann, den Garant für diesen Sieg. In der ersten Hälfte entwickelte sich ein hart umkämpftes, aber ausgeglichenes Spiel, da keine der Mannschaften sich Vorteile erspielen konnte. Nach 10 Minuten stand es 4:4 (Krüger), dann 8:8 (Seifried, 15.). Danach stellte sich die SG-Abwehr besser auf die Angreifer des Gastgebers ein. So parierte Ilan Eigenmann dreimal hintereinander Würfe aus dem Rückraum, die daraus folgenden Gegenstöße konnten durch Bouche, Seifried und Labroue genutzt werden (9:11; 19.). Doch selbst die tollen Paraden des SG-Torhüters halfen nicht, die Führung weiter auszubauen. Die Hausherren kamen wieder heran und gingen sogar mit 12:11 in Führung (24.). Dies lag mit daran, dass Drausniggs-Truppe die Geduld fehlte, Angriffe konsequent vorzubereiten und dann den Abschluss zu suchen. So wurde überhastet geworfen oder aber der Ball vertändelt. Bodenheim erzielte in dieser Phase hintereinander drei einfache Tore. Doch wieder zeigte sich die gute Moral der SG’ler. In der Auszeit sprach Trainer Steffen Drausnigg diese unnnötigen Würfe an, seine Männer beherzigten dies. Im Gegensatz zu Bodenheims Torhüter erwischte Ilan Eigenmann einen sehr guten Tag, denn er entschärfte allein in der ersten Spielhälfte 13 klare Wurfgelegenheiten. Gestützt durch diese Torhüterleistung erzielte die SG OBZ nacheinander vier Treffer und ging mit 12:15 in die Halbzeitpause.
Zur zweiten Spielhälfte nahm die SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam den Schlussspurt aus der ersten Hälfte mit. Sie erwischte den besseren Start. Patrik Sefrin, Christian Krüger und Michael Brand erhöhten auf 17:20. (39.). Zwar konnten die Gastgeber letztmals auf zwei Tore verkürzen, doch dieses Mal zeigten die Männer der SG OBZ keine Nerven. Ilan Eigenmann hielt die vielen Wurfversuche der Bodenheimer Rückraumschützen (13 gehaltene Würfe) oder aber die Abwehr gewann Bälle. So konnten durch Tempogegenstöße einfache Tore erzielt werden (19:24, Seiberth, 45.). Dies war die Vorentscheidung in der Partie. Die Hausherren hatten nichts mehr entgegen zu setzen, die SG erhöhte über 20:25 auf 22:28 (Seifried, 52.). Lediglich Heim-Kreisläufer Christian Zaufke zeigte an diesem Tag eine oberligataugliche Leistung durch fünf erzielte Treffer, mit denen er seine Mannschaft halbwegs im Spiel hielt. Doch der unbedingte Wille der SG OBZ, diese Partie gewinnen zu wollen war zu stark. Timm Seifried gelang der letzte SG-Treffer zum 25:30 (59.). Dies war sein siebter Treffer bei acht Wurfversuchen. Das letzte Tor des Spiels erzielte Bodenheim zum Endstand von 26:30.
Die SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam gewinnt verdient dieses Spiel aufgrund der geringeren Anzahl an Fehlwürfen und der sehr guten Torhüterleistung. Damit sind die erwarteten 17 Punkte und Tabellenplatz 9 erreicht. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist auf vier Punkte gewachsen. SG-Spielleiter Gerhard Scheurer meinte nach der Partie, dass diese Punkte eminent wichtig gewesen seien, um den Druck für die kommenden schweren Spiele ein wenig zu mindern und die Mannschaft in Ruhe auf das Spiel gegen Mundenheim vorzubereiten.
SG-Torschützen:
Seifried T. (7), Sefrin P. (5/1), Labroue M. (5/1), Krüger Chr. (3), Mohra S. (3), Bouche K. (2), Seiberth M. (2), Mohra Ph. (1), Brand M. (1), Steck D. (1)
TV Bodenheim: Der Glaube an den großen Ruck fehlt

von Guido Steinacker
Oberliga - Natürlich, theoretisch ist immer noch viel zu machen für Handball-Oberligist TV Bodenheim in Sachen Klassenverbleib. Aber wer diese 26:30 (12:15)-Niederlage gegen die SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam sah, dem schwand der Glauben an den großen Ruck.
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Christian Zaufke verpasste nach einer leichtfertig verspielten Führung kurz vor der Pause den wichtigen Anschlusstreffer für die Bodenheimer, als er frei zum Abschluss kam, den Ball aber dem Gästekeeper in die Finger hob. (Foto: Bernd Eßling) |
Es war in der ersten Halbzeit durchaus tauglich, was die Bodenheimer gegen die noch nicht gesicherten Bellheimer anboten, bei denen der TV im Hinspiel den ersten Auswärtspunkt der Saison geholt hatte. Besonders Andreas Hannappel setzte den Pfälzern in der Anfangsphase stark zu. Noch bis zum 12:11 (25.) war alles bestens, da die Gäste im Verschießen guter Chancen bis dahin mitzogen.
Was sich dann am Ende der ersten Halbzeit in der Guckenberg-Halle abspielte, passiert so aber wohl nur einem kommenden Absteiger: Aus der knappen Führung wurde ein deprimierender Dreitorerückstand, dessen Entstehen die flache Hand an die Stirn klatschen ließ. Nach einer Zweiminuten-Strafe gegen sein Team hatte TVB-Kotrainer Sven Schell genug von einigen schwer nachzuvollziehenden Foulbewertungen der Schiedsrichter und regte sich hörbar auf. Machte zwei Minuten gegen die Bank drauf und somit zwei Minuten im Vier-gegen-Sechs, nach denen die Führung natürlich dahin war. Und dann das: Christian Zaufke kommt von der Strafbank zurück, die Gäste verpeilen dies, Zaufke kommt auf der rechten Seite frei zum Abschluss - und hebt den Ball dem Gästekeeper in die Finger. Kein Anschlusstreffer, die Gäste erhöhen zum Pausenstand.
Keine ordnenden Hände
"Wir haben im Angriff einfach keine klare Linie, so kann kein Druck auf die Abwehr entstehen", sah Trainer Markus Herberg als Hauptproblem, das natürlich auch dem kurzfristigen Ausfall von Matthias Carl zuzuschreiben ist. Andere ordnende Hände hat Herberg in seinem Team nicht zur Verfügung. Und den Feldspielern fehlt derzeit die Unterstützung durch die Torhüter, das muss man klar sagen. Das wurde besonders in der Schlussphase deutlich, als die Bodenheimer nach 27 schwachen Minuten des Hinterherlaufens plötzlich noch einmal stark aufkamen. Spätestens nach dem 25:28 (58.) wurden die Bellheimer sichtlich nervös. Aber selbst den nun folgenden, überhasteten Abschluss der SG aus zweiter Reihe vermochte Keeper Tobias Steffes nicht abzuwehren, der Rückschlag zum 25:29 ließ den finalen Aufstand versiegen.
"Unsere Keeper haben uns in der Hinrunde oft geholfen, derzeit haben sie kein Glück", bedauert Schnell die fehlenden Paraden, die eine Mannschaft zusätzlich puschen können. Die Pleiten und Pechsträhnen der gesamten TVB-Saison im Blick, "muss man wohl sehen, dass es auch eine Qualitätsfrage ist." Der Kotrainer sieht daher die Möglichkeiten begrenzt, dem Negativlauf noch einmal komplett umzudrehen.
TV Bodenheim: Steffes, Hedderich - Caprano (6/2), Zaufke (5), A. Hannappel (5/2), Franta (3), Kreischer, M. Müller, S. Müller (je 2), Abels (1), Mehrfeld, Schulte, Tillinger.
H1: Herren gewinnen "4-Punkte-Spiel" - Mohra überragend
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- Kategorie: Spielberichte
- Veröffentlicht am Sonntag, 29. Januar 2012 22:53
- Geschrieben von Wallenfels, Marco
SG OBZ Herren 1 - HF Untere Saar mit 35:28 (19:15)

SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam gewinnt wichtiges „Vier-Punkte-Spiel“ gegen die HF Untere Saar - Philipp Mohra überragend

Leider gibt es in jedem Spiel der RPS-Männer-Oberliga nur zwei Punkte zu vergeben. Aber diese zwei wichtigen Punkte erspielten sich die Männer um SG-Trainer Steffen Drausnigg. Sie kamen zu einem nie gefährdeten Heimsieg gegen einen Mitkonkurrenten um den Verbleib in der RPS-Oberliga. Dabei überzeugten insbesondere Timm Seifried, der mit einer Fingerverletzung gehandicapt ins Spiel ging und nur einmal in der Woche trainieren konnte und Philipp Mohra, mit insgesamt zehn erzielten Treffern erfolgreichster SG-Schütze.
Die Spielgemeinschaft ging schnell mit 3:0 (3.) und 7:3 in Führung (8.). Dabei warf allein Timm Seifried drei Treffer oder er gab gute Pässe an die Rückraumschützen Philipp Mohra und Patrik Sefrin, die zu diesem Zeitpunkt sicher verwandelten. Auf Gästeseite überzeugte Thomas Kochann, der zu Beginn des Spiels vier von sechs Toren warf (8:6, 11.). Nach dem 13:7 der SG nahm Gästetrainer Jens Schlingmann in der 17. Minute die Auszeit, doch es half nichts. In dieser Phase des Spiels gelang es der SG OBZ nahezu jeden Angriff erfolgreich abzuschließen. Sie erhöhte auf 15:9 (20.). Nachdem Patrik Sefrin einen 7m-Wurf nicht verwandeln konnte (21.) kam ein kleiner Bruch in das SG-Angriffsspiel. In Überzahlsituation kassierte man das 15:10, da zu schnell der Abschluss gesucht wurde oder aber in der Abwehr gewonnene Bälle durch ungenaue Pässe leichtfertig verloren gingen. Nachdem Timm Seifried freistehend vom Kreis und der direkte Nachwurf vom Gästetorhüter gehalten wurden nahm Drausnigg die Auszeit beim 17:12 (25.). Statt ruhiger zu spielen wurden überhastete Würfe oder ungenaue Anspiele an den Kreis erzwungen, die die Gäste abfingen und zu Gegenstößen nutzten. Die HG Untere Saar verkürzte auf 17:15 (29.). Mit der Schlusssekunde erzielte Marc Seiberth den Halbzeitstand von 19:15. Dabei profitierte er von einer tollen Parade von Ilan Eigenmann, der einen weiten Pass auf ihn spielte.
In der zweiten Halbzeit hatten die Blau-weiß-Gestreifen den besseren Start. Vor Anpfiff der zweiten Hälfte standen die SG-ler im Mannschaftskreis zusammen und schworen sich erneut lautstark ein. Über 20:15 auf 23:16 (35.) wurde dann der Grundstein für den wichtigen Heimsieg gelegt. Hier zeigte Philipp Mohra, dass er Verantwortung übernehmen kann und will. Er warf im zweiten Spielabschnitt sieben seiner zehn Treffer, denn er war gefordert: Timm Seifried wurde ab der 38.Minute kurz gedeckt, es fehlte kurzzeitig der Überblick im SG-Angriffsspiel, da die von ihm gesetzten Impulse fehlten. Den Gästen gelang es auf 24:20 zu verkürzen (39.). Dann bekommt die HG Untere Saar einen 7m zugesprochen, aber Ilan Eigenmann im SG-Tor hält. Im direkten Gegenzug gelingt ein tolles Anspiel zu Michael Brand, der völlig unbedrängt zum 25:20 sicher verwandelte (43.). Dies war eine Schlüsselszene im ganzen Spiel, denn jetzt sahen die 180 Zuschauer in der Spiegelbachhalle in Bellheim eine befreit aufspielende SG. Auch ersetzte Christoph Mais ab der 47. Minute Ilan Eigenmann, der nicht mehr viele Bälle halten konnte. Er machte seine Sache gut. Nach drei hintereinander geworfenen Toren von Philipp Mohra zum 29:24 (50.) war das Spiel gelaufen. Auch wenn SG-Trainer Drausnigg in der 57. Minute seine Männer auf das lange Spielen im Angriff hinwies (57.), war der jetzt nicht mehr gefährdete Heimsieg unter Dach und Fach. Den letzten Treffer zum Endstand von 35:28 erzielte Dennis Steck in der letzten Minute.
Nach dem Schlusspfiff meine ein sichtlich erleichteter SG-Trainer Steffen Drausnigg: „Wir spürten doch einen gewissen Druck vor dem Spiel. Dennoch sind wir glücklich, denn der Sieg heute war die Konsequenz aus den beiden vorangegangenen Spielen, die von der Mannschaft gut gespielt wurden. Philipp Mohra zeigte heute sein Spiel des Lebens, denn er hat das umgesetzt, was ich vor dem Spiel von ihm erwartet habe. Er hat Verantwortung übernommen.“ So wurde die SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam für die vorangegangnen Partien belohnt, in der sie zwar unterlegen, aber moralisch und kämpferisch zu überzeugen wusste.
SG-Torschützen: Mohra Ph. (10), Sefrin P. (6/2), Brand M. (5), Seifried t. (4), Labroue M. (4/3), Mohra S. (3), Krüger Chr. (1/1), Steck D. (1), Seiberth M. (1)
Das Spiel aus Sicht des Gegners (Quelle: Homepage der HF Untere Saar)
Zwei Schritte vor - einen Schritt zurück
"Der Start ins neue Handballjahr hätte für die Merziger Herren nicht viel besser laufen können." So durfte es vor zwei Wochen mit Fug und Recht heißen. Aber jetzt zeigte sich wieder, wie knapp Durchschnaufen und Angstschweiß in dieser Saison für die Wölfe beieinander liegen. Dem schönen 33:26-Heimsieg gegen HG Saarlouis II und dem 25:30-Auswärtssieg in Koblenz gegen Moselweiß folgte am Sonntag nämlich die Ernüchterung:
28:35 unterlagen die Schützlinge von Trainer Jens Schlingmann bei der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam - und belegen mit Rang 12 nur den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Und das auch nur im direkten Vergleich mit dem Punktnachbarn vom TV Moselweiß, der dabei aber ein deutlich besseres Torverhältnis ausweist.
Das Spiel war bereits nach knapp 10 Minuten entschieden. Da lagen die Wölfe nämlich nach einem klassischen Fehlstart über 3:0 und 6:2 mit 8:3 hinten. Die Abwehr hatte von Anfang an keinerlei Biss, war viel zu defensiv und ließ viele einfache Tore zu. Die Torwarte hatten beide keine große Möglichkeit, sich auszuzeichnen. Und im Angriff gab es viel zu viele überhastete Einzelaktionen. Nichts zu spüren vom Siegeswillen und den Spielabläufen aus den letzten beiden Spielen, die ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung waren. Statt dessen Klein-Klein-Spiel mit vielen Abspielfehlern und ungenügender Chancenauswertung.
Und wenn der Gegner erstmal im Spiel ist, ist es umso schwerer, den Anschluss zu schaffen. Nach 20 Minuten und einem 17:11-Rückstand gelang es den Wölfen jedoch, kurzzeitig nochmals Anschluss zu finden. Nach einem 4:0-Lauf lagen die Wölfe plötzlich nur noch mit 17:15 hinten, doch wieder machten individuelle Fehler auf Seiten der Handballfreunde den Ausgleich zunichte. So konnte die SG den Vorsprung bis zum Pausenpfiff wieder auf 4 Tore ausbauen (19:15).
In der zweiten Halbzeit dasselbe Bild. Die Ottersheimer Spieler konnten schalten und walten wie sie wollten, recht schnell war ihr Vorsprung auf 7 Tore angewachsen (23:16). Näher als auf 4 Tore kamen die Handballfreunde nicht mehr heran (26:21), bis sich die SG OBZ wieder auf 7 Tore Vorsprung absetzen konnte und diesen bis zum Spielende verwaltete. Über 31:24 gab es am Ende einen nie gefährdeten 35:28-Sieg der SG Ottersheim. Und die Wölfe müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie aus ihren Fehlern nicht irgendwann doch einmal lernen. Das sie auf einem guten Weg sind und es können, haben die letzten beiden Spiele gezeigt. Die Vorstellung der Wölfe in Ottersheim jedoch war ein Rückfall in ganz alte Zeiten - so jedenfalls wird die Mission Klassenerhalt bis zum Ende ein Vabanquespiel.
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