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D1: Klassenerhalt geschafft - Niederlage gegen Tabellendritten aus Marpingen

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Marpingen - SG OBZ Damen 1 26:20 (12:9)

Im letzten Saisonspiel der RPS-Oberliga beziehen die Damen der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam eine 26:20 Niederlage. Da es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, entwickelte sich ein ziemlich „lockeres“ Spielchen. Auffallend war aber  wieder einmal die Anzahl an verworfenen Bällen und technischen Fehlern bei den SG-Damen. Lediglich Jennifer Christ überzeugte durch 14 gehaltene Bälle allein in der ersten Halbzeit und hielt die SG im Spiel. OBZ ging 1:0 in Führung, doch sollte dies die einzige im gesamten Spiel gewesen sein (Urschel, 1.). Die „Moskitos“ aus Marpingen stachen zurück und erhöhten durch einfache Tore schnell auf 6:3 (9.). Begünstigt wurde dies durch das offene Abwehrverhalten der SG-Damen, da dadurch zu große Lücken vorhanden waren, die Marpingen durch gezielte Stoßaktionen in den Raum ausnutzte. In Überzahlsituation verkürzte Christin Zekl auf 4:6 (9.). Danach gelang dem SG-Angriff nahezu nichts mehr. So erhöhte Marpingen durch drei Tore hintereinander auf 9:4 (17.), SG-Trainerin Katja Brill nahm die Auszeit. Doch leider stellte sich nicht die erwünschte Wirkung ein. Marpingen zog auf 12:6 davon, obwohl Jennifer Christ immer wieder hochkarätige Chancen der Marpinger zunichte machte. Gegen Ende der ersten Spielhälfte traf auch die SG dreimal in Folge (2 mal Sefrin, Reichling), so dass mit einem Drei-Tore-Rückstand die Seiten gewechselt wurden (9:12).

Nach der Pause machten die SG-Damen dort weiter, wo sie die erste Halbzeit beendet hatten. Zweit Tore in Serie brachten den Anschlusstreffer zum 11:12 (Urschel, Völker, 33.). Doch Unkonzentriertheit und Nachlässigkeiten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr bestrafte Marpingen sofort. Geradlinig vorgetragene Angriffe auf der einen Seite sowie eine Unmenge von verworfenen Bällen auf der OBZ-Seite brachte die Entscheidung zugunsten der Gastgeberinnen (20:13, Hauck, 45.). Gegen Ende des Spiels konnte die SG noch ein wenig Ergebniskosmetik  betreiben, wirklich spannend wurde die Partie nicht mehr. Dazu hatten alle Beteiligten nicht mehr die Kraft und Lust dazu, da es um nichts mehr ging. So steht am Ende eine 20:26-Niederlage zu Buche und Tabellenplatz 11.

SG-Trainerin Brill: „Leider haben wir nicht den erhofften sechsten Platz erreicht. Doch sind wir froh über den Saisonabschluss und dass wir frühzeitig nichts mit dem Abstieg zu tun gehabt haben.“

SG –Torschützen:
Sefrin 3; Hauck 1; Zekl 1; Reichling 2; Völker 2; Urschel 6/3; Bäuerle 5/1

D1: Klare Niederlage gegen Vizemeister

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SG OBZ Damen 1 – HSG Wittlich 29:37 (13:16)

Wie bereits im Hinspiel hatten die Damen der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam gegen den Vizemeister HSG Wittlich keine Chance auf Punkte. Zwar gingen die Damen von SG-Trainerin Katja Brill schnell mit 4:1 in Führung (Reichling, 6.), doch verhinderte eine zu hohe Anzahl an Fehlwürfen und technischen Fehlern eine deutlicheren Vorsprung. Auch traf Lena Urschel beim 7m nur den Pfosten, kurz darauf vergibt Kim Reichling. So kam es dass Wittlich ausglich (6:6, 13.). Bis zur 25. Minute konnte die SG eine Zwei-Tore-Führung halten, doch dann setzte sich der personell stärkere Kader der Gäste durch. Tatjana Nykytenko nahm die Fäden von Wittlichs Angriffsspiel in die Hand und avansierte zur Führungsspielerin. Trotz des hohen Tempos, das die Gastgeberinnen vorgaben, gelang es nicht, ihre klugen Anspiele an freistehende Mitspielerinnen zu verhindern. In der 27. Minute ging Wittlich durch Strafwurf erstmals in Führung (12:13), da Kim Reichling eine Zeitstrafe absitzen musste. Wegen der hohen Anzahl an Fehlwürfen auf Seiten der OBZ und der im Gegenangriff sehr platzierten Würfe der Gäste, an denen sowohl Jennifer Christ als auch Antje Haag machtlos waren, ging Wittlich mit 16:13 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig im Angriffsspiel der OBZ. Trotz hohem Tempos gelang es nicht, einfache Tore zu erzielen. Immer wieder wurden die Bälle eine sichere Beute von Gästetorfrau Hannah Scharfbillig. Zunächst erhöhte Wittlich auf 16:22 (39.), doch eine Drei-Tore-Serie der SG OBZ (Zeckl, Urschel, Reichling), brachte wieder den alten Abstand her (19:22, 40.). Zuvor hielt Christ einen Strafwurf. Doch der kleine Hauch von spielerischer Leichtigkeit reichte nicht aus. Immer wieder brachten sich die OBZ-Damen durch einfache Fehler um den Lohn ihrer harten Angriffsbemühungen. Hier zeigte sich das hohe Tempo des Spiels, das nun seinen Tribut verlangte. Die daraus resultierenden Ballverluste nutzte Wittlich konsequent und baute die Führung kontinuierlich aus (24:30, 51.). Selbst ein mehrfaches Umstellen der Abwehr hatte keinen Erfolg. An diesem Tag wollte der SG ein Umbiegen der Partie nicht gelingen. In der 52. Minute war dann auch für Kim Reichling aufgrund ihrer dritten Zeitstrafe das Spiel beendet. So kam es, dass Wittlich verdient mit 37:29 vom Platz ging und als Tabellenzweiter die Saison beendet.

Für die OBZ neigt sich eine erfolgreiche Spielserie am kommenden Wochenende gegen Marpingen dem Ende zu. Zum Schluss wurde vor heimischen Publikum Anna Humbert verabschiedet.

SG-Torschützen:
Urschel (9/7), Sefrin (5), Völker (4), Zekl (3), Reichling (3), Bäuerle (2), Hauck (1), Kästel (1), Settelmeyer (1)

Bericht des Gegners (Quelle: Mosel Handball):

Es war das erklärte Ziel der Wittlicher Damen, mit einem Sieg bei der SG zumindest die theoretischen Chancen auf den Titel zu wahren.  Das Vorhaben setzte das Team um, konnte sich mit einem letztlich klaren Sieg beim gleichzeitigen Erfolg der TG Konz allerdings „nur“ die Vizemeisterschaft sichern. „Gratulation nach Konz“, so Trainer Wolfgang Becker.

Seine Mannschaft zeigte in Bellheim ein starkes Spiel, das sich so entwickelte wie vorhergesagt. Die SG startete  mit fulminantem Tempo, das letztlich mit Schuld an der Heimniederlage war. Allerdings überraschten die Gastgeberinnen die Eifelanerinnen zunächst mit einer offenen Deckung und so führte die SG in der 8. Minute mit 4:1. Über 6:6 fand Wittlich bis zur 17. Minute besser ins Spiel, bestrafte jetzt die Fehler der Gastgeberinnen konsequent und war nun besser auf die Deckungsvariante der SG eingestellt. Zudem gingen die Becker-Schützlinge das hohe Tempo der Gastgeberinnen mit. „ES hat sich gezeigt, dass die konditionelle Arbeit der letzten drei Woche Früchte trug“, fand Becker, dessen Team nach dem 11:9 mit drei Treffern in Folge das Spiel beim 11:12 drehte. Die Umstellungen im Angriff machten sich bezahlt. Immer wieder wurden Nadine Kieren und Irina Lukanowski am Kreis von Tanja Nykytenko und Gwenny Barthen gesucht und gefunden. Entweder sprangen wichtige Tore heraus oder die Kreisspielerinnen der HSG konnten nur Siebenmeterreif gefoult werden.

Spielentscheidend war nach dem Wechsel die Tatsache, dass die HSG das hohe Tempo der SG mitgehen konnte. Beim 16:22 in der 41. Minute war die Vorentscheidung gefallen, doch die SG nutzte die Überzahl um letztmals bis auf drei Tore heranzukommen (20:23). Entschieden war das Spiel beim 23:29! „Spielentscheidend war die Tatsache, dass meine Spielerinnen das Tempo mitgehen konnten und wir in Hannah Scharfbillig erneut einen sicheren Rückhalt im Tor hatten. Das wir nur wenige Tempogegenstöße erzielten lag sicher auch am Fehlen von Maria Flesch“, fand Becker.

Scharfbillig und Ruppert – Meeth (5), Barthen (4), Blasius (2), Packmohr (5), Kieren (2), Lang (1), Lukanowski (5), Nykytenko (13/5)

D1: Emotions- und punktelos

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FSV Mainz 05 - SG OBZ Damen 1 30:23 (13:10)

In einem emotionslos geführten Spiel der SG OBZ-Damen verloren diese unnötig diese Partie. Auffallend war an diesem Tag die hohe technische Fehlerquote sowie viele verworfene Bälle. Ob es an der Atmosphäre in der Halle lag, die von lediglich 30 Zuschauern besucht war? Ungewöhnlich emotionslos, ohne der notwendigen Einstellung zum Gegner gingen die SG-Damen in das Spiel. Bis zur 14. Minute verlief die Partie ausgeglichen (4:4, Mees), dann übernahmen die Landeshauptstädterinnen das Spiel und gingen mit 9:5 in Führung (18.). Diese gab Mainz nicht mehr aus der Hand. Unterstützt wurde dies, da dem SG-Angriff an diesem Tag nur wenig gelang. SG-Trainerin Katja Brill nahm bereits jetzt die Auszeit, leider ohne Erfolg. Immer wieder kam es zu Feh-würfen im Angriff, die Mainz zu Gegenstößen nutzte. Weder Jennifer Christ noch Antje Haag, die beide Spielanteile erhielten, bekamen keine Bälle zu fassen. Grund war die nicht konsequente Abwehrarbeit, die den Gastgeberinnen häufig zu viel Raum ließen. Zur Halbzeit lagen die SG-Damen mit drei Toren im Rückstand (10:13).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am prinzipiellen Spielverlauf wenig. Zwar konnte durch Kim Reichling und Christina Völker der Rückstand auf zunächst zwei Tore reduziert werden (13:15, 36). Doch die hohe Anzahl an einfachen Würfen, die keine Probleme für die Mainzer Abwehr darstellten oder aber eine sichere Beute der Torfrau wurden, verhinderten den möglichen Ausgleich. Zwischen der 40. und 47. Minute gelang der SG kein Treffer, Mainz jedoch traf nahezu in jedem Angriff, es stand 17:21 (Sefrin). Dies war eine kleine Vorentscheidung, trotz Ballgewinne in der Abwehr. Das Ausmaß ein vergebenen Chancen und technischer Fehler war einfach zu hoch. Mainz konnte, verstärkt durch drei Bundesligaspielerinnen, häufig schnelle Gegenstöße laufen, die zu einfachen Toren führten (21:25, 53.). In der Schlussphase keimte nochmals Hoffnung bei den SG-Verantwortlichen auf, als Julia Sefrin auf 23:25 verkürzen konnte (54.). Doch wieder standen sich die OBZ-Damen durch überhastete Abschlüsse selbst im Weg. Die Gastgeberinnen erzielten fünf Tore in Folge zum Endstand von 23:30. SG-Trainerin Brill fasste denn auch das Spiel aus ihrer Sicht kurz und prägnant zusammen: „Wir haben heute zwei Punkte verloren.“ Nächster Gegner ist am 21. April auswärts Tabellenführer Konz. Die Mannschaft nutzt die Osterfeiertage zur Erholung ihrer Verletzten und Kranken.

SG-Torschützen:
Sefrin J. (5), Mees J. (3), Zekl Chr. (3/3), Reichling K. (3/2), Völker Chr. (5), Urschel L. (3/1), Bäuerle S. (1)

Das Spiel aus Sicht der Mainzer (Quelle: Homepage Mainz 05)

Mit Moral und Kondition: Mainz 05 II siegt 30:23

Dem Tabellensiebten und damit der oberen Hälfte der Tabelle bis auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt, mit dem Achten TSG Friesenheim nach dessen Heimpleite gegen Schlusslicht Merzig-Hilbringen die Positionen getauscht: Diese Heimauftritte sind doch eine ganz andere Sache für die 05-Reserve als die mühsamen Auswärtsfahrten. Dabei mussten die beiden Verletzten der jüngsten Partie in Zweibrücken, Selina Adeberg (Gehirnerschütterung) und Katrin Feldmann (Sprunggelenk), diesmal passen. Aber es gibt offenbar immer Alternativen: Xenia Klug sprang ein, übernahm Verantwortung und führte das Team durch - mit der Ausnahme einer mehrminütigen Schwächephase - recht problemlose 60 Minuten. "Wir haben vom 1:0 an immer geführt", betonte Trainerin Nikoletta Humm. Allerdings baute sich der Vorsprung vor dem Wechsel nur sehr mühsam (7:5, 15.) auf den Halbzeitstand auf. Wesentlich besser flutschte es in der zweiten Halbzeit, noch beim 23:15 sah es nach einer entspannten Schlussphase aus. Die Gäste aber kamen nun durch Ballverluste der 05-erinnen zu einigen schnellen Gegenstößen und verkürzten auf drei Tore (53.). "Da dachte ich, jetzt läuft es genauso wie damals in Bellheim", erinnerte sich Humm mit Grauen an das Hinspiel, als ihr Team beim 27:30 eine 26:22-Führung noch abgab. Aber diesmal hielten Moral und Kondition, und die drei Spielerinnen aus dem Drittligakader machten natürlich auch einen Unterschied zu jener Partie vom November aus, die so schockierend geendet hatte.

Mainz 05 II: Mikfeld, Roters - Klug (9), von Moltke (5), Pfuhl, K. Simon (je 4), Bonk, Dankwardt (je 3), Tomaschek,Völker (je 1), Landua, Leichthammer, Meszaros.

 

D1: Oberliga-Damen der SG OBZ überzeugen

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SG OBZ Damen 1 - TuS Weibern 2 34:25 (19:11)

Die Oberliga-Damenmannschaft der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam kam gegen den TUS Weibern II zu einem nie gefährdeten Heimsieg. Dabei überzeugte an diesem Tag die gesamte Mannschaft, die sehr konzentriert zu Werke ging und schon nach kurzer Zeit deutlich führte (3:0, Urschel, 3.). Zu Beginn des Spiels setzte SG-Trainerin Katja Brill wie gewohnt Jennifer Christ im Tor ein, die aber etwas unglücklich agierte und ab der 17. Minute durch Antje Haag ersetzt wurde. Dieser Wechsel zahlte sich aus, denn Haag machte ihre Sache im Tor sehr gut und hielt insgesamt zehn schwierige Würfe. Da sie gegen Friesenheim keine Minute im Tor stand, zeigte sie einmal mehr, dass auf sie in den entsprechenden Situationen Verlass ist. Mitverantwortlich für ihre gute Torwartquote war aber auch die sehr agile und ballorientiert arbeitende Deckung, die Weibern immer wieder zu überhasteten Abschlüssen oder aber schlechten Anspielen an den Kreis zwangen. So stand es nach 12 Minuten 9:2 (Sefrin). Bemerkenswert auch, dass selbst in Unterzahl Tore geworfen werden konnten. Zunächst Lena Urschel durch 7m (12:7, 21.), dann hält Haag einen freien Wurfversuch der Gäste, leitet einen Gegenstoß ein den Christina Völker zum 13:8 und kurz darauf zum 14:8 verwandelt (23.). Auch ein verbessertes 7m-Wurfverhalten gegenüber dem Friesenheimspiel wurde an den Tag gelegt. Lediglich ein Strafwurf von insgesamt acht gegebenen fand nicht den Weg ins Ziel. Die SG konnte sich auf ihre sichere Schützin Lena Urschel verlassen (15:9, 24. und 16:9, 27.). Mit 19:11 wurden anschließend die Seiten gewechselt.

In der zweiten Spielhälfte machte die SG OBZ dort weiter, wo sie die erste Halbzeit aufgehört hatte. Fünf hintereinander erzielte Tore brachten das 24:11 (Sefrin, Urschel, Völker, Settelmeier, 38.). Dann erhielt Christina Völker nach einem Stoß wie schon gegen Friesenheim die dritte Zeitstrafe (26.11, 39.) und musste das Spielfeld verlassen. Dies brachte einen Bruch ins SG-Angriffsspiel. Es folgten viele Ballwechsel im Positionsspiel, ohne Druck auf die Abwehr von Weibern auszuüben. Die Schiedsrichter zeigten ein ums andere Mal passives Spiel an, so dass zwischen der 40. und 46. Minute häufig unvorbereitet oder ungenau geworfen wurde. Die Folge waren fünf Gegentore in fünf Minuten für die Gäste (28:17, 46.). Folgerichtig nahm SG-Trainerin Katja Brill die Auszeit, um ihre Mannschaft neu einzustellen. Dennoch wollte sich das aus der ersten Halbzeit gute Angriffsspiel nicht wieder einstellen. Nach dem 31:18 (Sefrin, 51.) dauerte es weitere fünf Minuten bis zum nächsten SG-Tor (32:22, Benz). In dieser Phase hielt Antje Haag mehrere Gegenstöße der Gästespielerinnen, so dass am Ende ein 34:25-Sieg heraussprang, der zu keinem Zeitpunkt des Spiels ernsthaft in Gefahr war.

SG-Trainerin Brill: „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl, denn wir hatten uns schon beim Hinspiel in Weibern gut verkauft. Nach der Roten Karte von Christina Völker kam es zum Bruch, da der Angriff so noch nicht auf dem Platz stand. Ich wollte auch etwas ausprobieren, daher das etwas weniger starke Angriffsspiel in der zweiten Hälfte.“

Mit positivem Punktekonto (23:21) und Platz sieben ist Mainz nächster Gegner.

SG-Torschützen:
Urschel L. (8/7), Sefrin J. (6), Reichling K. (6/1), Völker Chr. (6), Settelmeier K. (3), Benz L. (2), Zekl Chr. (2), Hauck A. (1)

D1: Ohne Einstellung geht nix!

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TG Konz - SG OBZ Damen 1 37:23 (17:10)

Das hatten sich alle ein wenig anders vorgestellt. Nach der langen Osterpause und der Gelegenheit des Auskurierens verschiedener Blessuren verlieren die RPS-Damen der SG OBZ zu deutlich beim Tabellenführer. Ob es wohl an der langen Fahrt gelegen hat? Offensichtlich blieben alle Tugenden, die die SG-Damen sonst auszeichnen, im Bus liegen. Eine nicht zu erklärende Fehlerquote im Angriff und die fehlende Konsequenz im Zupacken in der Abwehr waren maßgeblich für diese Niederlage verantwortlich. Selbst das wiederholte Wechseln der beiden Torfrauen brachte nicht die erhoffte Wirkung.

Schnell lag die SG mit 3:2 hinten (Reichling, 5.). Eine 5-Tore-Serie der Konzer Damen veranlasste SG-Trainerin Katja Brill die Auszeit zu nehmen (2:8, 11.). Schon jetzt war klar, dass die notwendige Einstellung der Mannschaft zum Spiel zu diesem frühen Zeitpunkt fehlte. Doch es half wenig. Immer wieder wurde überhastet, ohne vorbereitete Wurfgelegenheiten zu schaffen, auf das gegnerische Tor geworfen. Oder aber der Ball ging durch technische Fehler (Schritte, Stürmerfoul) verloren. Diese „Geschenke“ nahmen die Gastgeberinnen dankbar an. Wollten sie sich doch für die unglückliche Niederlage im Hinspiel revanchieren. Schon allein durch die Körpersprache kam zum Ausdruck, dass dem Tabellenführer die SG-Damen diesmal keine Überraschung bereiten würden. Schnelle, strukturierte und erfolgreich abgeschlossene Konzer Angriffe führten schließlich über 5:12 (Reichling, 20.) und 9:15 (Urschel, 25.) zur deutlichen Konzer Führung. Jetzt nahm TG-Trainer Sascha Burg nahm die Auszeit, da dies der dritte Treffer nach Überzahlsituation in Folge für die SG OBZ war. Mit 10:17 wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Leider half die deutliche Pausenansage von SG-Trainerin Brill wenig. Immer wieder fiel die Mannschaft in ihr altes Wurfmuster zurück und erleichterte den Gastgeberinnen das Tore schießen. Auch in der zweiten Spielhälfte gab es viel zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. So zog Konz uneinholbar von 25:16 (Humbert, 43.) auf 31:16 davon (46.). Ließen die SG-Damen jetzt ansatzweise die Köpfe hängen, so spielten die Konzer Mädels ihre Angriffe immer weiter zu Ende und erzielten Tor um Tor. Am Ende stand eine auch in dieser Höhe verdiente Niederlage zu Buche. Eine sichtlich verstimmte SG-Trainerin Brill: „Es war erschreckend, dass Nichts von dem, was vorgegeben wurde, umgesetzt wurde. Nächste Woche muss eine komplett andere Einstellung an den Tag gelegt werden!“ Dies ist notwendig, wollen die SG-Damen nicht wieder unter die Räder kommen. Es wird der Tabellenzweite HSG Wittlich erwartet, der immer noch Aufstiegsambitionen besitzt und etwas fürs Torverhältnis machen muss.

SG-Torschützen: Reichling 4, Völker 4, Kästel 4, Sefrin 3, Hauck 2, Zeckl 2, Urschel 2/2, Settelmeier 1, Humbert 1

D1: Deutliche Heimschlappe im zweiten Pfalzduell

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SG OBZ - TSG Friesenheim 23:41 (11:23)

Eine sprachlose SG-Trainerin Katja Brill konnte man nach diesem Heimspiel erleben, denn mit Worten war dieses Spiel der ersten Damenmannschaft nicht zu beschreiben.

Wegen der schweren Verletzung von Julia Sefrin traten die Damen ersatzgeschwächt gegen die Eulen aus Friesenheim an.

Gleich zu Beginn lag man mit 0:3 (2.) hinten, ehe Christina Völker das erste SG-Tor erzielte. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels wurde die richtige Einstellung zum Gegner gefunden, der durch viele Ballverluste und unnötige Würfe zu seinen Toren kam. Die umgestellte Abwehr war phasenweise so weit offen, dass von Abwehr überhaupt nicht gesprochen werden konnte. Und so ergab sich dann auch der Halbzeitstand von 11:23.

Wenigstens konnten Laura Winter (19.) und Lena Urschel  (27.) in Unterzahlsituation das Ergebnis noch einigermaßen erträglich gestalten. Wer geglaubt hatte, dass nach der Pause eine andere SG-Mannschaft aus der Kabine kam, wurde leider enttäuscht. Keine Körpersprache, kein Laufen, kein Verschieben in der desolaten Abwehr fanden statt, so dass Friesenheim Tor um Tor davon ziehen konnte (13:27, 16:32, 21:39 (52.)). Nichts gelang in dieser Partie. Sicherlich wiegen die Verletzungen der Leistungsträger schwer, doch wäre zu wünschen, dass andere Spielerinnen in dieser Situation Verantwortung übernehmen. Lediglich Christina Völker auf der linken Rückraumposition erzielte insgesamt sieben Tore und verhinderte dadurch eine noch höhere Niederlage. Friesenheim war kein übermächtiger Gegner, doch stellten die SG-Damen an diesem Tag erst gar kein Oberligagegner dar. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Auswärtsspiel gegen Weibern wieder eine kämpferische Mannschaft auf der Platte steht, in der jeder versucht, das Beste zu geben. Auf SG-Trainerin Brill wartet eine schwere Aufgabe, dies den Damen zu vermitteln.

SG-Torschützen:
Reichling K. (3/1), Völker Ch. (7), Winter L. (5), Urschel L. (5/2), Humbert A. (2/1), Prinz Th. (1).

Das Spiel aus Sicht der Eulen:

Kantersieg in Bellheim!

Quelle: www.eulen-frauen.de

Zu einem in dieser Form nicht zu erwartenden Höhenflug setzen die Eulen im gestrigen Auswärtsspiel in Bellheim an. Hellwach von der ersten Minute an zeigten die Damen dem Gegner durch konzentriertes und aggresives Handeln, wer heute als Sieger aus der Halle gehen wird.

Über 5:1 in der 6. Minute lag man bereits nach zehn Minuten mit sechs Treffern in Führung. Die körperlich unterlegenen Gegner fanden kaum Mittel die Abwehr der TSG zu überwinden oder deren Angriffe zu unterbinden. Die geblockten Bälle aus der Eulenwand wurden umgehend durch sicher vorgetragene Schnellangriffe meist von Melanie Helmer und Katja Gabriel in Tore umgemünzt.

Eine gut aufgelegte Henrike Fink bediente ihre Mitspielerinnen immer wieder mit schönen Zuspielen, wodurch hauptsächlich Sabrina Rettig am Kreis zu vielen Toren kam. Bis zum Halbzeitstand von 23:11 konnten sich fast alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen.

Die mitgereisten Fans rieben sich etwas ungläubig die Augen angesichts der lange so nicht mehr gesehenen Spielfreude dieser Mannschft. Vielleicht lag es ja auch an der Hallentemperatur die eher zum Warmrennen Anlass gab.

Die zweite Halbzeit begann mit einer offensiveren Abwehr der Bellheimerinnen die allerdings nicht zum Erfolg führte. Die Eulen ließen sich nicht beirren und bauten ihren Vorsprung kontinuirlich aus. Durch eine bewegliche Abwehr und zwei gut haltende Torhüterinnen konnte der höchste Vorsprung mit 32:16 in der 42.Minute verbucht werden. Sandra Senk konnte es sich für den Rest der Partie auf der Bank gemütlich machen und den souveränen Start-Ziel Sieg ihrer Mannschft verfolgen.

Festzustellen bleibt noch das Bellheim vor der Partie 8:2 Punkte auf dem Konto hatte und keineswegs ein Underdog ist.

Allerdings war das Endergebnis von 41:23 heute leistungsgerecht.

Torschützen der TSG:
Sabrina Rttig (8), Henrike Fink (8), Melanie Helmer (8), Sina Schedler (5/4), Sandra Senk (4), Katja Gabriel (4), Alena Rämisch (3/1), Selina Schmit (1).

D1: Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

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TSG Friesenheim - SG OBZ Damen 1 21:29 (9:11)

Einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machten die Damen 1 in Friesenheim, wo sie einen in dieser Höhe überraschend deutlichen Auswärtssieg verbuchen konnten. Umso höher zu bewerten ist der Erfolg, wenn man bedenkt, dass zusätzlich noch insgesamt 6 7m-Würfe vergeben wurden und der ohnehin dünne Kader durch die frühe rote Karte gegen Christina Völker weiter dezimiert wurde.

Hier der Bericht zum Spiel aus Sicht der SG:

Revanche für Pokal-Aus geglückt

Oberliga-Damen gewinnen in Friesenheim 29:21 (11:9)

In einem kampfbetonten Spiel mit vielen Nicklichkeiten und daraus resultierenden Zeitstrafen gewann die 1. Damenmannschaft der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam ver-dient mit 29:21 bei den Eulen aus Frie-senheim. Schon zu Beginn war zu erkennen, dass die SG’lerinnen gewillt waren, das Pokal-Aus wenige Wochen zuvor vergessen zu machen. Mit konsequenter Deckungsarbeit ließ die Abwehr nur sehr wenige Würfe auf das SG-Tor zu. Auch erwischte Jennifer Christ wieder einen guten Tag und parierte viele Würfe der Gastgeberinnen. Schnell lag man mit 1:3 hinten (4.), doch Julia Sefrin (dreimal) und Ann-Kathrin Hauck wandelten dieses Ergebnis durch vier Treffer in Folge in eine Führung um (5:3; 12). Wegen kleinerer Abstimmungsschwierigkeiten in der Abwehr nahm SG-Trainerin Katja Brill in der 21.Minute die Auszeit (6:5), mit Erfolg! Gestützt auf Jennifer Christ, die in der ersten Hälfte zwei Siebenmeter entschärfen konnte, ging die SG OBZ durch Treffer von Kim Reichling, Julia Sefrin und Ann-Katrin Hauck verdient mit 11:9 in die Pause. Ärgerlich war nur die direkte Disqualifikation von Christina Völker und der damit verbundenen Schwächung des Angriffspiels.

Nach der Halbzeit gelang es, den Eu-len aus Friesenheim vollends den Schneid abzukaufen. Über 12:10 (Sefrin, 32.) setzte sich die SG auf 22:12 ab (Hauck, 49.). In dieser Phase erhielt Friesenheims Trainer Rudolf Heßler die Rote Karte und musste die Bank verlassen. Als Zuschauer sah er dann, wie die SG-Damen im Angriff Tor um Tor erzielten. Durch das strikte Umsetzen der Vorgaben von Trainerin Brill und einer aggressiven 4:2-Deckung gelang es den Gastgeberin-nen nicht, Struktur in die Angriffe zu erhalten. Ballgewinne in der SG-Abwehr und schnelle Gegenstöße brachten schließlich einen auch in dieser Höhe verdienten 29:21-Auswärtssieg. Zu erwähnen ist die an diesem Tag schlechte Siebenmeter-ausbeute. Nicht weniger als sechs Würfe fanden nicht das Ziel ins Tor, sonst hätte der Sieg noch höher ausfallen können.
SG-Trainerin Brill: „Die Mannschaft zeigte eine gute Einstellung zum Spiel und konzentrierte sich auf das Handballspielen.“
Mit ausgeglichenem Punktekonto steht die SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam auf Platz sieben und erwartet den TUS Weibern II als nächsten Gegner.

Es spielten: Antje Haag, Jennifer Christ (beide Tor), Kim Reichling (7), Ann-Katrin Hauck (6/1), Sandra Bäuerle (5), Julia Sefrin (5), Christin Zekl (4), Sandra Hammann (1), Daniela Morio (1), Christina Völker, Lena Urschel, Katrin Settelmeier, Jana Dörr, Katja Brill.

Hier das Spiel aus Sicht der "Eulen" (Quelle: TSG Friesenheim Damen Homepage):

Rabenschwarzer Tag für die Eulen!

Nach wenigstens einer positiven Nachricht vor Spielbeginn, nämlich die vorzeitige Pfalzmeisterschaft der weiblichen D-Jugend, zu der wir herzlich gratulieren, begann ein Match das so schnell nicht vergessen werden sollte und das aus verschiedener Hinsicht.

Man hätte ja nicht geglaubt, das es nach dem letzten Auftritt des Schiedsrichtergespanns Schwiebinger/Schwiebinger an gleicher Stelle gegen die TG Konz zu einer noch desaströseren Leistung kommen könnte. Weit gefehlt! Die Fehlentscheidungen nahmen gestern Dimensionen an, die eigentlich einen regulären Spielablauf unmöglich machten. Man kann nur hoffen das die Anwesenheit des Schiedsrichterbeobachters zu Konsequenzen führt und man solche Schiedsrichter nicht weiterhin höherklassig pfeifen lässt.

Nebenbei wird es auch noch ein Nachspiel geben, nachdem Herr Schwiebinger nach der roten Karte für Ringlo Heßler ihn mit einer persönlichen Beleidigung auf die Tribüne schickte.

In einem der schwächsten Spiele der TSG lagen die Eulen bis zur sechsten Minute mit 3:2 in Führung. Anschließend verlor man nach und nach den Überblick durch eine Serie von Zeitstrafen und Ballverlusten. Trotz einer dirkten roten Karte für Christina Völker auf Seiten der SG lag man zur Halbzeit mit 9:11 zurück.

Der SG Ottersheim war klar anzumerken, das die Pokalniederlage vor drei Wochen an ihnen gekratzt hat, und sie um jeden Preis Revanche nehmen wollten. Das führte zu vielen Nicklichkeiten und unnötigen Fouls, die fast immer für die TSG zu Zeitstrafen führte (9:2). Siebenmeter 6:8.

Ab der 38. Minute beim Stande von 12:14 gelang den Eulen zehn Minuten kein einziger Treffer mehr und die SG zog auf 12:22 davon. Der Endstand von 21:29 war absolut leistungsgerecht.

Als Fazit kann man nur feststellen, das trotz der beschriebenen Begleitumstände, es die TSG in keiner Phase schaffte ihrem Spiel eine Struktur zu geben oder wenigstens das Herz in die Hand zu nehmen und sich gegen die Niederlage zu wehren. Dem Team fehlt definitiv eine Führungsspielerin.

Torschützen TSG:
Katja Gabriel (6), Klara Köbele (3), Henrike Fink (3/1), Sabrina Rettig (2), Lisa Heßler (2/1), Alena Rämisch (2/1), Julia Hauser (1), Miriam Danielowitz (1), Romina Heßler (1)

D1: „Kandel-Trauma“ geht weiter

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TSV Kandel  - SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam  27:15 (8:8)

Damenmannschaft verliert Oberliga-Derby deutlich in Kandel mit 15:27 (8:8)

Für die Oberligadamen der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam war am 5. Spieltag in Kandel nichts zu holen, obwohl SG-Trainerin Katja Brill dorthin fuhr, um zu gewinnen.

War die erste Hälfte noch relativ ausgeglichen und Kreisläuferin Theresa Prinz in der 9. Minute den vierten SG-Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4 erzielte, so verloren die Damen doch zunehmend den Faden im Spiel und mussten den Ausgleich in der 17.Minute hinnehmen, ohne dass selbst ein Treffer gelang (4:4). Hätte nicht Jennifer Christ im Tor gestanden, so wäre die SG OBZ bereits jetzt unter die Räder gekommen. Allein zehn freie Bälle parierte die junge Torhüterin und verhinderte damit eine deutlichere Führung des TSV Kandel. So stand es zur Pause unentschieden 8:8.

In der zweiten Hälfte passierte dann das, was SG-Trainerin Brill mit „ohne Worte“ kommentierte. Nach dem Anschlusstreffer zum 12:11 (Urschel, 36.) stellten die SG-Damen das Handballspielen quasi ein und so konnte der TSV Kandel, angeführt von einer hervorragend aufgelegten Melanie Wagner, Tor um Tor erzielen (15:11; 18:12; 43.). Damit war die Partie bereits zu diesem Zeitpunkt gelaufen, der Rest des Spiels kann unter dem Stichwort „Kandel-Trauma“ verbucht werden.

Mit insgesamt 14 technischen Fehlern, die zu unnötigen Ballverlusten und damit zu einfachen Gegentoren führten, kann in der Oberliga kein Sieg gelingen, Dazu müssen alle Spielerinnen zumindest Normalform erreichen. Lediglich Torfrau Jennifer Christ überzeugte durch weitere tolle Paraden und verhinderte eine noch höhere Niederlage, die mit 27:15 deutlich genug ausfiel.

SG-Torschützen: Winter (6/4), Sefrin (3), Urschel (2), Völker (2), Voigt (1), Prinz (1)

Kandel dreht nach der Pause auf
 

"Wir arbeiten weiter dran, dass wir unser Kandel-Trauma besiegen können”, sagte Trainerin Katja Brill nach der erneuten Pleite ihres Frauenhandball-Oberligisten SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam beim TSV Kandel. 27:15 stand es nach 60 Minuten.

Die Bellheimerinnen blieben auch im fünften Anlauf gegen den TSV Kandel punktlos und quittierten die erste Saisonniederlage. Die zahlreichen Zuschauer in der neuen Kandeler IGS-Halle sahen in der ersten Hälfte ein schwaches Spiel beider Mannschaften, die sich zahlreiche technische Fehler im Angriffsspiel leisteten. Während die Kandelerinnen zudem häufig freistehend an der wieder einmal herausragenden OBZ-Torhüterin Jennifer Christ scheiterten, bissen sich die Gäste an der Kandeler 6-0-Abwehr die Zähne aus und fanden ab der 10. Spielminute so gut wie keine Lücken, um zum Abschluss zu kommen. Glück hatten sie dabei noch, weil die Schiedsrichter die Regel des passiven Spiels großzügig auslegten.

Beim 8:8 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause kam Kandel mit neuem Schwung aus der Kabine, neben der guten Abwehrleistung verbesserten sie die Trefferquote deutlich. Die Bellheimerinnen machten da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Das von Brill geforderte und eingeübte schnelle Spiel fand nicht statt. Chancen zu schnellen Tempogegenstößen wurden nicht genutzt, stattdessen wurden die Bälle langsam nach vorne getragen. Folglich zog der TSV davon. Beim Stand von 12:9 (36.) musste kein Prophet in die Halle kommen, um zu erkennen, dass die Vorentscheidung bereits gefallen war. Die Kandeler Deckung arbeitete zur Zufriedenheit ihres Trainers, Torhüterin Melanie Wagner steigerte sich in der zweiten Hälfte auf Christs hohes Niveau.

„Wir haben schon in der ersten Hälfte gut gespielt, aber das Tor nicht getroffen. Wir waren uns in der Halbzeit einig, dass wir so schlecht nicht mehr werfen. Die Spielerinnen haben auf den Trainer gehört und sich in der zweiten Hälfte auch besser auf die gegnerische Torhüterin einzustellen”, analysierte TSV-Trainer Daniel Meyer.

„Mein kompletter Rückraum hat verweigert. Da bin ich als Trainerin machtlos. Jennifer Christ hat klasse gehalten, sonst wären wir schon mit einem Rückstand in die Pause gegangen. In der Halbzeit habe ich versucht, die Mannschaft noch einmal neu auf das Spiel einzustellen, aber die taktischen Vorgaben wurden nicht umgesetzt”, erklärte Brill. Ein weiterer Schock war die Verletzung von Leistungsträgerin Julia Sefrin, die in der 56. Minute umgeknickt war und nicht mehr weiterspielen konnte. „Wir wissen noch nicht, wie schlimm die Verletzung ist”, erklärte Brill nach dem Spiel. Sollte Sefrin ausfallen, wäre das in den nächsten Wochen ein herber Verlust für den Rückraum der OBZ.

So spielten sie

TSV Kandel: Melanie Wagner (Kudielka, nur Siebenmeter) - Jessica Wagner (4), Baldauf (4/3), Wüst (8/3), Dohe (3), Ahrens (1) - Heib (4); Bast (3/1) - Benz; Mühl (n.e.)

D1: SG OBZ-Damen spielen überragende erste Halbzeit

Details

SG OBZ Damen 1 - TSV Kandel 30:30 (18:12)

Unentschieden im Pfalzderby gegen TSV Kandel

Nach den teilweise unbefriedigenden Ergebnissen der letzten Spieltage schafften die Oberligadamen der SG Ottersheim / Bellheim / Zeiskam ein am Ende leistungsgerechtes Unentschieden. Dabei war das Auftreten der Mannschaft bemerkenswert. Die Räume in der Abwehr wurden schon zu Beginn eng gemacht, es wurde besser übergeben. Kandels Rückraum fand nur selten die Lücke und wenn, dann waren die Würfe eine sichere Beute von Torhüterin Jennifer Christ. (insgesamt 16 gehaltene Bälle, darunter ein 7m). Nach dem 1:3 (5.) erzielten Julia Sefrin und Christina Völker nacheinander zwei Tore zum Ausgleich (3:3, 6.). Die Partie verlief bis zur 21. Minute ausgeglichen, dabei wechselte ständig die Führung (10:10). Auffällig war, dass Gästetorhüterin Melanie Wagner keinen guten Tag erwischte und nur selten Bälle zu fassen bekam. Nach der Auszeit durch SG-Trainerin Katja Brill brach die überragende Phase der Spielgemeinschaft an. Fünf Tore in Folge markierten den zwischenzeitlichen 15:10 Vorsprung (Zekl, Hauck, Urschel). Dabei waren es vor allem die gewonnenen Zweikampfsituationen, gegen die Kandel kein geeignetes Mittel fand. So ging die SG OBZ mit einem beruhigenden 6-Tore-Polster in die Halbzeitpause (18:12).

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst im Verlauf der Partie wenig. Die SG-Damen erhöhten über 19:12 (Reichling, 31.) auf 27:21 (Reichling, 43.). Dann stellte Kandels Trainer Daniel Meyer die Abwehr um. Für die glücklose Melanie Wagner brachte er Ulrike Voss, die sonst für das Torwarttraining zuständig ist. Aus der defensiven 6:0-Formation wurde die offenere 5:1-Deckung. Diese taktische Umstellung brachte den bis dahin guten SG-Angriff derart in Verlegenheit, dass plötzlich die Bälle nicht mehr ihr Ziel fanden. Durch die sich häufenden Ballverluste konnte Kandel schnelle Gegenstöße laufen und einfache Tore erzielen. Nadine Wüst tat sich hierbei besonders hervor und warf insgesamt sechs Tore im Spiel. Innerhalb von drei Minuten gelangen Kandel vier Tore, der SG-Vorsprung schmolz dahin (27:25, 47.). Die OBZ-Abwehr stand nicht mehr eng genug bei der Gegenspielerin, Kandels Kreisläuferin Anna Heib bekam mehrere Möglichkeiten, Tore zu werfen. In der 55. Minute fiel schließlich der von den SG-Verantwortlichen befürchtete Ausgleich durch Evelyn Rührer per Strafwurf (28:28). In der Schlussphase hätten beide Mannschaften das Spiel noch für sich entscheiden können, doch man trennte sich letztlich leistungsgerecht 30:30 unentschieden. Trainerin Katja Brill: „Nach dem Verlauf der ersten Hälfte wäre ein Sieg gerechtfertigt gewesen, doch ein Spiel dauert 60 Minuten und nicht 43. Kandel hat stark gekämpft und fand darüber wieder ins Spiel. Aufgrund der sehr dünnen Personaldecke haben wir einen Punkt gewonnen.“

Nächster Gegner der SG sind die Eulen der TSG Friesenheim.

SG-Torschützen:
Sefrin J. (7), Urschel L. (7/5), Reichling K. (5), Zekl Chr. (3), Hauck A. (2), Mees (1)

D1: Derby in Kandel

Details

Trainer auf Augenhöhe - Oberliga-Derby in Kandel

8:0 Punkte: Diese Bilanz der SG Ottersheim/Bellheim/Zeiskam überrascht, hatte sie doch nur auf den allerletzten Drücker die Klasse halten können. Die Serie könnte heute um 18 Uhr beim TSV Kandel ein Ende finden. Es ist das einzige Südpfalz-Derby der Frauenhandball-Oberliga.

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