Ausgezeichnete Jugendarbeit 2012
   

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Klarstellung "Torabhängungen im Jugendbereich"

Details

Trifft der Ball bei einer vollständigen (egal ob feste oder weiche) Torabhängung diese Abhängung, so ist auf Abwurf zu entscheiden.

Bei reinen Lattenabhängungen gilt: Weiterspielen, wenn er diese Latte trifft, Abwurf, wenn der Ball obendrüber oder die “richtige” Latte trifft.

 

DHB Auslegungshilfe "Torwart aus dem Torraum beim Gegenstoß"

Details
Liebe Schiedsrichterkameraden,

mehrere Zusammenstöße zwischen TW und Feldspieler haben in den letzten Wochen/Monaten bundesweit und in den letzten Tagen im Jugendbereich auch bei uns die Szene negativ-vorwurfsvoll beherrscht (siehe auch "Handballschiedsrichter-Umfrage").

Zur Abschreckung und somit evtl. Vermeidung von gefährlichen Zusammenstößen hat der DHB eine Auslegungshilfe veröffentlicht, die allen SR helfen soll, in solchen Fällen einheitlich und deutlich zu entscheiden.

In der Anlage sind die entsprechenden Auslegungen abgedruckt. Sie íst von Euch ab sofort in solchen Fällen pfalzeinheitlich anzuwenden.

Gruß
Hans Thomas
PfHV-SR-Wart

Torwart (TW) aus dem Torraum bei Gegenstoß

a) TW bewegt sich in Richtung Gegenstoß laufender Spieler          
>> kommt es zum Zusammenstoß = Disqualifikation + 7m

Begründung: nur der herauseilende und auf den Gegner zulaufende TW kann diese gefährliche Kontaktsituation hervorrufen oder vermeiden. Der Gegner, der in Erwartung des Balles nach hinten blicken muss, hat keine Chance auszuweichen oder das überhaupt zu erkennen!

b) TW steht vor dem Zusammenstoß mit dem Gegenstoß laufenden Spieler (in der Erwartung d. Balles)

>> rennt der Angreifer gegen den so stehenden TW, kann nur auf Stürmerfoul entschieden werden, auch wenn es zur Verletzung eines / beider Spieler kommt.

Der TW muss einschätzen können, welche Gewichte aufeinander treffen.           

Ergänzung:

c) Vergehen durch Abwehrspieler: nicht ausgeschlossen, eher selten, z.B. Hineinlaufen eines Wechselspielers (z.B. Strafzeit beendet) von der Bank.      
>> Kommt es zum Zusammenstoß von Gegenstoßspieler + Abwehrspieler, wäre ein solcher Zusammenstoß wie beim TW zu sehen (vgl. a/b).

Regelbezug: 8.5d; 16.6b; 14.1a

DHB-Auslegung: 04.02.2009

gez. Peter Rauchfuß          gez. Hans Thomas
        DHB-SR-Wart                                           DHB-SR-Lehrwart

Neue Regeln 2010

Details

Neue Regeln 2010 (vereinfacht) - Was hat sich geändert?

Trikots:
Nur noch Nummern von 1-99 erlaubt, auch auf der Trikotvorderseite (nicht mehr ausschließlich Brustbereich, somit ist der Brustbereich für Werbung uneingeschränkt verwendbar)
- keine Nummern mit 00, 01, 007 etc.
- Trikots müssen nicht in den Hosen stecken (war aber bisher schon so, keine Änderung)

Kopftücher aus religiösen Gründen sind dann erlaubt, wenn sie keine Gefährdung für Trägerin oder Gegner darstellen. Das wurde im DHB-Bereich schon längere Zeit so akzeptiert.

Verursacht ein Torwart bei einem Gegenstoß den Zusammenprall mit dem Gegenstoßspieler (d.h. der TW bewegt sich auf den Angreifer zu), ist er zu disqualifizieren. Nur der Torwart kann diese gefährliche Situation überblicken und vermeiden, denn genau im Moment einer möglichen Ballannahme wird der Angreifer nach hinten schauen und den Torwart gar nicht wahrnehmen. Steht der Torwart jedoch deutlich vorher, ist bei Kontakt durch den Angreifer auf Stürmerfoul zu ent-scheiden.

Sperren müssen durch Kreisspieler passiv am Gegner gestellt werden. Aktive Sperren (häufig mit Gesäß, Beinen oder Armen) sind als Stürmerfoul zu werten.

Der Ausschluss bei Tätlichkeit ist entfallen. Stattdessen wurde hierfür eine Disqualifikation mit Bericht eingeführt. Das führt im DHB-Bereich automatisch zu einer 2-Wochen-Sperre. Weitergehende Sperren können je nach Schwere des Vergehens durch die spielleitende Stelle folgen.
Normale Disqualifikationen (= so genannte Matchstrafen) gibt es nach wie vor, da hat sich nichts geändert.

Letzte Spielminute: besonders in der Schlussphase und unabhängig vom Spielstand haben die „Notbremsen? zugenommen. Damit wollen Spieler verhindern, dass Gegner in eine klare Tor-wurfsituation kommen. Das wird ab 1.7.2010 grundsätzlich mit einer Disqualifikation und Bericht (= 2-Wochen-Sperrautomatik, unabhängig davon kann die spielleitende Stelle eine weitergehende Sperre aussprechen) geahndet.

Ein Gesichtstreffer beim 7m am „stehenden Torwart hat eine Disqualifikation zur Folge. Gleiches gilt auch bei einem direkt ausgeführten Freiwurf am Abwehrspieler.

PASSIV-Warnzeichen: spielt hierbei die abwehrende Mannschaft weiterhin dauernd auf „Unterbrechung des Spiels, darf nicht auf Passiv entschieden werden. Spielt die Abwehr dagegen möglichst regelkonform, können die SR sehr viel einfacher auf passiv entscheiden. Alle anderen Passiv-Bereiche bleiben unverändert, wurden lediglich neu strukturiert.

Vergehen von der Auswechselbank aus: greift ein zusätzlicher Spieler (oder Offizieller) bei kla-rer Torgelegenheit des Gegners ins Spielgeschehen von der Auswechselbank (z.B. durch Betreten des Spielfeldes) ein, so wird neben dem logischen 7m auch eine Disqualifikation mit Bericht (= 2-Wochen-Sperrautomatik, unabhängig davon kann die spielleitende Stelle eine weitergehende Sperre aussprechen) fällig.

Neu eingeführt wurde eine Coachingzone, die ab 3,5m von der Mittellinie bis zu einer hinteren Markierung (in Höhe 7m-Linie) reicht. Nur hier darf der Trainer dauernd coachen. So können die Helfer am Tisch die Wechselvorgänge deutlich besser einsehen.

|Hans Thomas|

   
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